Mittwoch, 19. Februar 2014

Terminprobleme und Porridge

Gestern habe ich meine fünfte und letzte B12-Spritze bekommen. Dachte ich! Weil nämlich bei mir der Mangel ziemlich drastisch war, und mir die Spritzen so gut bekommen, hat meine Ärztin gleich noch mal fünf verordnet.

Außerdem möchte sie nun der Ursache auf den Grund gehen. Dazu bedarf es unter anderem einer Magenspiegelung. Ein B12-Mangel weist nämlich auf eine chronische Magenschleimhautentzündung hin. Im Magen wird etwas hergestellt das der Darm dann zur Verwertung des B12 braucht. Hat man so eine Entzündung im Magen ist die Herstellung be- hindert, und somit auch die Verwertung im Darm. Infos dazu unter anderem hier: Vitamin B12-Mangel

Die Ärztin sagte mir das man eine chronische Magenschleimhautentzündung gar nicht unbedingt spüren muss. Obwohl, ich habe immer irgendwie ein bisschen Magen/Darm-Probleme. Mal mehr mal weniger. Allerdings habe ich das auf Grund meiner Wechselschicht schon fast als normal befunden. Jedenfalls könnte es ganz gut sein das ich so etwas habe. Also eine Magenspiegelung!

Dazu muss man einen Termin haben. Ich habe also herum telefoniert und musste feststellen dass der frühest mögliche Termin der 15.5.14 ist. Also fast drei Monate noch!

Wer also heute Magenschmerzen hat weiß "schon" in 3 Monaten ob es etwas ernstes ist das evtl. sofort operiert wer- den muss! Kaum zu glauben!

Ärztliche Hilfe ist also in weiter Ferne! Nur einer ist immer und zu jeder Zeit prompt zur Stelle: Dr. Google! Also habe ich mal gelesen was der so zum Thema Magenschleimhautentzündung sagt, zu Ursachen und Selbsthilfemaßnahmen. Und nun werde ich mal versuchen ein wenig danach zu leben.

Rauchen tue ich sowieso nicht, Kaffee trinke ich eigentlich eher wenig, aber das kann man ja auch noch einschränken. An Alkohol trinke ich ab und zu mal Bier, härtere Sachen sowieso nicht. Aber auch das kann man einschränken. Dazu Heilkräutertees und ein Wundermittel: Haferschleim, weil der die Magen und Darmschleimhäute mit einer Schutzschicht überzieht.

Da wird sich nun so mancher schütteln, aber ich verwende nicht direkt Haferschleim, sondern mache mir Porridge, das schottisch/englisch/australische Nationalgericht. Die Herstellung ist ganz einfach:

Eine Tasse Milch, eine Tasse Wasser, eine Tasse Haferflocken, eine Prise Salz. Für eine Person reicht eine kleine Tas- se, für zwei Personen eine großer Kaffeepott. Jedenfalls kommt es auf das Mischungsverhältnis an. Wer für eine Groß- familie kocht kann den Begriff Tasse durch Schüssel ersetzen.

Wasser und Milch kommen in einen Topf, die Haferflocken werden gleich nach dem Einschalten der Kochplatte eingerührt. Das Ganze muss nun kurz aufkochen und anschließend bei kleinster Stufe ein paar Minuten weiterköcheln, bis das Porridge ordentlich eingedickt ist. Zum Schluss kommt noch eine Prise Salz dazu.

Das war es eigentlich schon. Mir schmeckt es schon so, aber man kann es natürlich unendlich variieren. Zucker, Honig, Sahne, Früchte, Nüsse, Beeren und was einem sonst noch so einfällt können benutzt werden um das Porridge zu veredeln. Auf alle Fälle ist das Ganze sehr gesund und eine Wohltat für Magen und Darm.

Ein gesundes Leben also, man muss ja was tun, denn auf die ärztliche Versorgung kann man ja wohl immer weniger zählen. Wobei ich jetzt nicht unbedingt die Schuld bei den Ärzten suche. Das Hauptübel sind wohl die drastischen Sparmaßnahmen der Krankenkassen. Wer weiß was da noch alles auf uns zu kommt.

Zu einem gesundem Leben gehört auch gesunder Schlaf, und damit werde ich mich jetzt befassen. Gute Nacht also, und allen die dies lesen wünsche ich jede Menge Gesundheit und ein langes Leben in Harmonie und Zufriedenheit.

Kommentare:

  1. Im Knappschaftskrankenhaus Dortmund geht es bei Magenspiegelungen relativ schnell.
    Es geht meißt innerhalb von 14 Tagen.

    BG

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  2. Hallo,

    danke für den Tipp! Dann ruf ich da mal an.

    Hans

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  3. Hallo Hans,

    ich hatte als junges Mädel viel Probleme mit Magenschleimhautentzündung aber das kann auch auf die äußeren Umstände zurück zu führen sein. Meine Mami ist nämlich gestorben als ich 17 war und da fingen die Probleme an. Was ich damals alles ertragen musste, war richtig schlimm für mich. Auf jeden Fall kam nach all den Untersuchungen heraus, mir würde Salzsäure Pepsin fehlen und das bekam ich dann in Tablettenform. Der Arzt sagte mir auch noch, ich soll keine Probleme in mich hinein fressen, sondern sie rauslassen. Das habe ich beherzigt und nach der Einnahme der Tabletten hatte ich nie wieder Magenprobleme.

    Ein guter Hausarzt macht die Termine beim Kollegen für seine Patienten aus, da braucht man dann auch nicht lange warten. Manchmal kann man den Termin dann gleich am selben Tag noch wahrnehmen oder am nächsten Tag. So funktioniert das bei gesetzlich Versicherten dann auch ganz gut! ;-)

    Liebe Grüße, Katharina

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  4. Hallo Katharina,

    da hast du ja schon einiges durch machen müssen. Kein Wunder das da der Magen streikt. Ich hab mein ganzes Leben lang mit Magen/Darm-Problemen zu kämpfen, zumindest solange ich arbeite. Leider habe ich mir wohl einen ziemlich stressigen Beruf ausgesucht. Dazu noch Wechselschicht und Überstunden. Und nicht zuletzt auch jede Menge privater Probleme, die immer mehr und immer drastischer werden.

    Ja, es wäre schon nett wenn meine Ärztin mir den Termin besorgen würde. Andererseits hat das schon mal ein Arzt für mich gemacht, und da habe ich zwar schnell einen Termin bekommen, habe aber sehr deutlich gemerkt das ich ein dazwischen geschobener war. So möchte ich nicht noch mal behandelt werden.

    Wahrscheinlich müssen wir uns einfach daran gewöhnen das wir immer weniger auf medizinische Hilfe zählen können und uns immer mehr selbst versorgen müssen. Dabei ist die Besinnung auf Selbsthilfe gar nicht mal so negativ zu sehen, denn ich komme immer mehr zu der Ansicht das wir uns viel zu sehr daran gewöhnt haben Krankheiten durch die bequeme Einnahme einer Tablette usw. zu bekämpfen.

    Dabei sind in vielen Fällen gute alte Heilmittel viel wirksamer. Oder das Überdenken der eigenen Lebensweise und das Weglassen von krank machenden Verhaltensweisen.

    Liebe Grüße, Hans

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  5. Hallo Hans,

    als ich noch berufstätig war, da ging es einfach nicht ohne Pillen. Außerdem hat mir meine Arbeit viel Freude bereitet, zumindest in früheren Jahren. Zum Schluss war es dann nur noch Mobbing aber da hatte ich zum Glück nicht mehr lange und meinen Vertrag schon in der Tasche. Ich hatte auch einen guten Hausarzt, den man heutzutage mit der Lupe suchen muss. In all den Jahren entstand da auch ein freundschaftliches Verhältnis und ich vermisse ihn hier sehr. Ich hatte nie das Gefühl, wenn er mir einen Termin vermittelt hat, einfach nur dazwischen geschoben zu werden.

    Leider ist die Krankheit der Menschen mittlerweile zu einem Geschäft verkommen. Es wird nur ans Geld verdienen gedacht und das bei den doppelten Kosten heute! Heute kann ich etwas auskurieren mit Hausmitteln, wenn es mal sein muss, damals brauchte ich eine Krankmeldung und da musste man dann einfach zum Arzt. Ich bin froh, dieser Tretmühle entkommen zu sein.

    Irgendwann wirst Du auch feststellen, es lebt sich wesentlich besser ohne diese Tretmühle! Arbeit macht krank, wenn man sie nicht mit Freude erledigen kann.

    Liebe Grüße, Kathy

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  6. Hallo Kathy,

    das es sich ohne die Tretmühle Arbeit besser lebt glaube ich gerne. Ich denke auch oft darüber nach wie schön doch meine Arbeit sein könnte wenn ich sie in Ruhe und mit regelmäßigen Erholungspausen durchführen könnte. Auch darüber was ich alles versäumt habe, weil ich die allermeisten Wochenenden auf der Arbeit verbracht habe. Leider muss ich aber noch ein wenig in der Mühle treten.

    Einen guten Hausarzt, bzw. Ärztin habe ich eigentlich, ebenfalls mit einem ziemlich freundschaftlichem Verhältnis. Diese Ärztin hat aber zur Zeit selbst große Probleme, sie hat eine schwierige Operation hinter sich, müsste sich eigentlich noch weiteren Operationen unterziehen, kann es sich aber finanziell nicht leisten so lange nicht zu arbeiten. Arzt zu sein ist heutzutage auch nicht leicht, und auch nicht gerade eine Goldgrube. Da sorgen die Krankenkassen schon für.

    Ich habe von der Krankenkasse die Möglichkeit erhalten online zu kontrollieren was meine Ärzte der Kasse in Rechnung gestellt haben. Wahrscheinlich haben sie sich davon erhofft das ich zu Unrecht erhobene Beträge entdecke und ihnen melde. Da konnte ich ihnen nicht helfen. Im Gegenteil, ich war ein bisschen schockiert wie wenig die Ärzte doch an mir verdienen. Beim nächsten Besuch habe ich meiner Ärztin ein Butterbrot mitgebracht, damit sie nicht verhungert.

    L. G., Hans

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