Donnerstag, 27. März 2014

Brot backen und Gesundheitsprobleme

Katharina hätte gerne das Brot gesehen dass ich in meinem letzten Beitrag beschrieben habe. Den Gefallen kann ich ihr nicht tun, das Brot ist schon längst gegessen. Allerdings habe ich danach ein Sauerteigbrot gebacken, und dabei auch einen Teil des Mehls am Vortag als Quellstück angesetzt. Den Sauerteig habe ich nicht selbst gemacht, sondern ein Tütchen Sauerteig in Pulverform verwendet. Vom Vorquellen abgesehen habe ich mich an das Rezept das auf dem Tütchen stand gehalten.


So ein Brot habe ich schon ein paar mal gebacken, es hat auch sehr gut geschmeckt, wurde aber auch relativ schnell trocken. Durch das Vorquellen ist auch dieses Brot sehr weich und saftig geworden. Die Leute die es probiert haben waren begeistert. Ich konnte es leider nicht probieren, da ich fasten musste. Warum beschreibe ich später.


Vorher zeige ich noch drei Sauerteig-Brote die ich schon vor einiger Zeit, auch mit dem besagten Sauerteig-Pulver ge- backen habe. Hier habe ich den gesamten Teig in einer großen Kastenform gebacken:


Hier habe ich den Teig geteilt, in Gärkörben aufgehen lassen und dann auf einem Blech gebacken:


Das ich fasten musste kam so:

Auf dem Werk wurde ein Darmkrebs-Test angeboten. Dazu bekam man beim Werksarzt ein Päckchen mit dem nötigen Zubehör und der Anleitung um zwei Stuhlproben zu entnehmen und an ein Labor zu schicken. 

Nachdem ich durch eine zufällige Früherkennung bei meinem Prostatakrebs gerade noch "mit einem blauen Auge" da- von gekommen war, konnte ich den natürlich nicht ignorieren. Ich führte den Test aus und schickte die Proben ans La- bor.

Am Montag, auf dem Weg zur Mittagsschicht schaute ich noch kurz in den Briefkasten. Da lag schon die Antwort vom Labor. Ich öffnete den Brief, wobei ich fest mit Entwarnung rechnete. Ein Darmkrebs wäre ja sicher auch bei den Unter- suchungen zu meiner Prostata-OP entdeckt worden, dachte ich.

Was ich aber dann las haute mich erst mal um. Erhöhte Werte, möglicher Weise Darmkrebs! Und das nach allem was ich gerade hinter mich gebracht hatte. Ein Schock der dem bei der Nachricht des Urologen zum Prostatakrebs kaum nach stand. Auch meine Familie war geschockt. Unsere Tochter, die gerade ankam um mit der Mutter Einkaufen zu fahren konnte die Tränen nicht zurück halten.

Glücklicher Weise ließ dieser Schock aber bald schon etwas nach. Meine Frau googelte schnell nach, und erfuhr dass diese Werte noch nicht viel bedeuten und das auch viele andere Ursachen möglich sind. Aber Gewissheit wollte ich schon haben. So sprach ich mit meiner Ärztin, und mit ihrer Hilfe erhielt ich einen schnellen Termin zur Darmspiegelung. Dabei sollte dann auch die Magenspiegelung, für die ich schon einen Termin hatte, vorgezogen werden.

Dazu musste ich eben fasten und zur Darmreinigung eine unangenehme Lösung trinken. Heute war es dann so weit. Eine fürchterliche Quälerei. Der Doktor hielt nichts von Kurznarkose, er hielt das für sehr gefährlich und meinte das Michael Jackson an dem Mittel das dazu verwendet wird gestorben sei. Also musste ich das Ganze bei vollem Bewusstsein über mich ergehen lassen.

Aber nun liegt es hinter mir, und wie man so sagt: Schwamm drüber. Mein Darm ist gesund, von Krebs keine Spur. Eine chronische Magenschleimhautentzündung habe ich, und auf Grund eines Zwerchfellbruches schließt mein Magenein- gang nicht mehr richtig. Deshalb bekomme ich schon mal, besonders im Liegen, Magensäure in den Hals. Das be- kommt man mit Medikamenten in den Griff.

Auf alle Fälle ist das Fasten nun vorbei. Ich kann natürlich nicht gleich wieder "richtig reinhauen" sondern muss erst mal ein bisschen vorsichtig mit meinem strapazierten Magen und Darm umgehen. Aber sonst sieht die Welt in dieser Hin- sicht wieder viel freundlicher für mich aus. 

Leider gibt es noch einiges anderes was mich sehr belastet. Aber wenigstens hier ist mal etwas gut ausgegangen.

Meine Ärztin hält übrigens die Aussage des Doktors für Quatsch. Michael Jackson hat dieses Mittel täglich und in gro- ßen Mengen genommen. Wahrscheinlich hatte der Arzt nur keine Lust dazu.

Kommentare:

  1. Hallo Hans,

    mir ist erst einmal ein Stein vom Herzen gefallen, dass Du soweit gesundheitlich nichts schlimmes hast. Ich kann mir aber gut den Schock vorstellen! Der Arzt ist nicht gut, wenn er Dir keine Narkose gab, das ist ein Pfuscher oder er spart sich einfach die Narkose für seine eigene Einnahme. Ich würde mir mal die Rechnung von der Krankenkasse anschauen! Solche Ärzte gibt es hier sehr viele in Mecklenburg Vorpommern aber zum Glück sind nicht alle so!

    Deine Brote sehen sehr gut aus! Ich bedanke mich für die Bilder und auch dafür, dass Du sie für mich hier reingestellt hast. Du bist eben ein guter Mensch und für mich ein Freund.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute und auch, dass sich die anderen Dinge, die Dir auf der Seele liegen bald zu Deiner Zufriedenheit lösen.

    Liebe Grüße, Katharina

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  2. Hallo Katharina,

    ich hatte von Anfang an ein ungutes Gefühl bei diesem Arzt. Die Logik sagte mir das es einen Grund haben müsse, wenn man woanders Monate lang warten muss und bei ihm sofort am nächsten Tag einen Termin bekommt. Aber ich wollte nun mal nicht Monate lang warten und wollte so schnell wie möglich Gewissheit haben.

    Normaler Weise schaue ich mir auch vorher an was so im Internet über die Ärzte steht, hier habe ich es mit Absicht nicht getan. Aber das habe ich jetzt nachgeholt. Immerhin sind die Leute mit seiner fachlichen Kompetenz zufrieden, so wie ich auch. Aber ansonsten ist nichts mit ihm anzufangen. Er möchte am liebsten das die Menschen sich wortlos auf seine Liege legen (Infos stehen ja schon im ausgefüllten Fragebogen!) Rohr(e) rein und raus und fertig. Narkose gibt es nicht.

    Auf alles was man sagt reagiert er patzig, beim Vorgespräch und während der Behandlung. Zeigt man Schmerzen ist er beleidigt und droht damit die Behandlung abzubrechen.

    Insgesamt habe ich den Eindruck das er jemand ist der es sonst als Arzt nicht weit gebracht hat, und so diesen doch relativ unkomplizierten Teilbereich der Medizin ausübt, und deshalb ziemlich unzufrieden ist. Medizinische Fragen unterdrückt er ziemlich unwirsch und weist auf die Hausärzte hin.

    Aber Hauptsache ich habe meine Gewissheit, die Schmerzen liegen hinter mir, und die Zukunft sieht etwas rosiger aus.

    Jetzt kann ich auch wieder beruhigt meinen Brote backen. Danke für dein Lob. Heute steht auch wieder Kuchen an, ich habe es mir angewöhnt am Wochenende welchen fürs Wochenende zu backen. Dabei probiere ich immer etwas Neues aus, dieses mal soll es ein Ananas-Kuchen sein.

    Die Rechnung von der Krankenkasse kann ich mir übrigens von zu Hause aus anschauen. Ich habe von der AOK einen Online-Zugang bekommen. Es dauert ziemlich lange bis es da steht, aber ich werde dran bleiben.

    L. G., Hans

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    1. Hallo Hans,

      natürlich verstehe ich, dass Du schnellstens Gewissheit haben wolltest. Trotzdem, solche Ärzte gehören aus dem Verkehr gezogen! Es ist doch nicht Deine Schuld, dass dieser Mensch unzufrieden ist. Ich bin gespannt, was auf Deiner Rechnung steht, ob er die Narkose tatsächlich abgerechnet hat.

      Einen Kuchen werde ich morgen auch backen und Ananas Kuchen hört sich gut an. Ich habe ihn noch nie gebacken. Was ich backe, das entscheide ich kurzfristig. Wahrscheinlich backe ich einen Kuchen, der schnell zubereitet ist, backen tut er ja alleine. ;-)

      Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein schönes und entspanntes Wochenende!

      Liebe Grüße, Kathy

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  3. Hallo Katahrina,

    der Ananaskuchen war saftig und wohlschmeckend, ich werde mal den Link zum Artikel hinzu fügen. Ich bin mir aber sicher dass auch dein Kuchen wohl gemundet und großen Anklang gefunden hat.

    Ja, dieser Arzt. Leider führt mich der Weg zur Verwandtschaft seitens meiner Frau immer in der Nähe seiner Praxis vorbei. Gestern zum ersten Mal. Da stellten sich mir die Nackenhaare hoch, hoffentlich vergeht das irgend wann. Aber das Ergebnis war ja weitest gehend positiv, und nur das zählt!

    L. G., Hans

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  4. Hallo Hans,

    mir läuft das Wasser im Mund zusammen, wie Du Deinen Ananaskuchen beschreibst. Wäre schön, wenn Du den Link mal hier in Deinen Blog stellst. Ich sage schon mal Danke!

    Ich kann Deine Aversion gegen diesen Arzt nur zu gut verstehen. Für das gute Ergebnis kann der Arzt ja nicht aber wenigstens war es kein schlechtes Ergebnis! Eines Tages wird sich das Erlebnis verdrängen lassen aber denken wirst Du sicher noch öfter dran. Zum Glück hast Du das alles hinter Dir!

    Liebe Grüße, Katharina

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  5. Hallo Kathi,

    ja zum Glück! Und meine Angst das der Urologe mich mal zur Darmspiegelung schicken könnte kann ich nun auch erst mal vergessen. So hat halt jedes Ding seine (mindestens) zwei Seiten!

    L. G., Hans

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