Samstag, 21. September 2013

Alles Käse

Gestern schon wurde ich gefragt ob ich Lust hätte für heute Pizzateig zu machen. Welche Frage, dazu habe ich doch immer Lust! Obwohl ich ja eigentlich etwas anderes vorhatte. Ich wollte Käsebrötchen backen. Das passende Rezept hatte ich schon gefunden: Käsebrötchen

In den Kommentaren schreibt ein(e) gewisse(r) Katpie dass schichtweises Einarbeiten von Käse und Butter die Brötchen noch viel besser machen soll. Wie das genau gemacht wird kommt dabei aber nicht rüber, und wird den den folgenden Kommentaren immer wieder nachgefragt. Wirklich beantwortet wird es nicht, aber einige Kommentatoren beschreiben wie sie es gemacht haben.

Zuerst wurde aber erst mal wieder ein Pizzateig nach meinem Lieblingsrezept "angefertigt": Pizzateig Uns reicht aller- dings der im Rezept angegebene halbe Teelöffel Salz nicht, es muss schon ein ganzer sein. 

Meine Zuständigkeit endet dabei wenn der Teig fertig ausgewalzt auf dem Backblech liegt, das Belegen übernimmt mei- ne Frau. Den Ofen aufheizen und das Blech einschieben, wenn es soweit ist, macht dann wer gerade in Ofennähe ist. Die Probe mit dem Schaschlickstäbchen machen wir meist gemeinsam.  

Die Käsebrötchen waren aber nur mein Projekt! Als also die Pizza im Backofen vor sich hin backte begab ich mich ans Werk. Zuerst habe ich ganz normal den Teig zusammen gemischt und geknetet. 50 Gramm des Käses habe ich dabei mit eingearbeitet. Danach stellte ich den Teig erst mal zugedeckt für 30 Minuten in die wärmste Zimmerecke. Genug Zeit dazu sich den Bauch mit der inzwischen fertigen Pizza vollzustopfen! ;-)

Nach dem Pizza-Essen waren die 30 Minuten um. Also knetete ich nun den gut gegangenen Teig noch mal ordentlich durch. Dann kam das mit den Schichten. Ich rollte den Teig mit dem Teigausroller aus, ungefähr auf die Größe einer normalen Pizza. Dann bestrich ich ihn dünn (sehr dünn) mit Butter, bestreute ihn mit einem Teil des übrigen Streukäses und klappte ihn einmal um, also die rechte Seite auf die linke. Danach rollte ich ihn wieder auf die ursprüngliche Dicke aus, bestrich ihn wieder mit Butter, bestreute ihn wieder mit Käse und klappte ihn wieder zusammen. Das machte ich solange bis der Käse alle war. 

Das fertige Produkt knetet ich dann wieder vorsichtig zu einer Kugel, was gar nicht so einfach war. Es war ein etwas merkwürdiger Teig, etwas" flutschig" durch die Butter und dabei doch krümelig durch den grob geriebenen Käse.

Das zerteilen dieser Kugel in Brötchenportionen war auch nicht gerade leicht, da es dieses mal kein kompakter Teig, sondern eher eine Mischung aus Teig und Käsekrümeln war. Das Formen der Brötchen, wie es zum Beispiel in diesem Video: Das Formen von Brötchen, oder dieser Anleitung: Brötchen formen beschrieben wird, war nicht ganz so einfach. Zum Schluss soll ja das Brötchen von einer Haut umspannt sein, und alle Käsekrümel sich im Inneren befinden. Da hatte ich schon zu tun. Aber zu guter Letzt lagen 10 fast perfekt geformte Brötchen-Teiglinge auf dem Backblech. Die kamen noch mal für 30 Minuten zugedeckt in die warme Zimmerecke.

Da hatten sie sich auch recht gut vergrößert. Eigentlich sollte ich sie ja jetzt mit dem Rest des Streukäses bekrümeln. Inzwischen hatte ich aber festgestellt das wir fettarmen Käse gekauft hatten. Und dem traute ich keine gute Schmelz- fähigkeit zu. Deshalb nahm ich zum Belegen Käsescheiben, die wir zufällig im Kühlschrank hatten.

Alles zusammen kam nun in den auf 200 °C vorgeheizten Backofen. 20 Minuten Backzeit waren angegeben, nach 15 Minuten schauten wir aber schon mal nach. Der Käse war gut geschmolzen und auch dem Test mit dem Schaschlick- spieß war unserer Meinung nach Positiv. Vorsichtshalber ließen wir sie aber noch 5 Minuten im ausgeschalteten Back- ofen nach backen. Dann kamen sie aber heraus, und zum Abkühlen auf den Küchentisch.

Der Geschmackstest muß allerdings noch warten, da wir alle den Bauch noch voller Pizza haben. Ein Bild kann ich aber schon mal zeigen:


Aber ich bin mir sicher dass sie sehr gut schmecken. Morgen, nach dem Frühstück kann ich mehr dazu sagen. Beim nächsten Mal werde ich fetteren Käse verwenden, und evtl. auch Röstzwiebeln und /oder Speckwürfel mit in den Teig einarbeiten. Naja, nicht gerade sehr Kalorien-arm das Ganze, aber wenn es schmeckt.......! ;-)

Nachtrag vom 22.09.13: Die Brötchen sind sehr lecker, aber keiner von uns hat mehr als eins zum Frühstück geschafft.


Rezept-Links im Text: Käsebrötchen ... Pizzateig ... Das Formen von Brötchen ... Brötchen formen

Kommentare:

  1. Hi Hans

    Den Teig hast du quasi zubereitet, wie Blätterteig (ohne Käse )
    Ich werde das mal nachmachen, denn Eure Brötchen sehen sehr lecker aus.

    lg Uli

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  2. Hallo Hans,

    hast du für beide Teige Dinkel-Mehl genommen?

    BG

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    1. Hallo BG,

      ja habe ich. Ich verwende immer Dinkelmehl, außer es wird ausdrücklich Weizenmehl gewünscht. Zu ihrem Geburtstag hat sich unsere Tochter Muffins aus Weizenmehl gewünscht. Die sind aber nicht so gut weggegangen, der Blechkuchen mit Äpfel oder Pflaumen, mit Dinkelmehl gebacken, ist wesentlich besser angekommen.

      Das Dinkelmehl für die beiden Teige war übrigens Type 812, aber dabei bin ich ziemlich locker und nehme was gerade da ist.

      L. G., Hans

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    2. Halllo Hans,

      woher hast du das 812er Mehl?
      In der Metro bekommt man günstig das 630er und bei DM das 1050er.


      BG

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    3. Das Dinkelmehl kaufe ich im Kaufland, da gibt es alle Sorten. Preise kann ich allerdings jetzt nicht sagen.

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    4. Hi Hans
      Vielen Dank für deine Antwort.

      Im Kaufland gehen wir nur wenn es kalt ist,
      denn bei uns im Kaufland ist bei über 20 Grad Nuttenrennen.
      Du ahnst nicht, was man sich beim Einkaufen hier alles auszieht, bzw was übrig bleibt ^^

      lg Uli

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  3. Hallo Hans,

    die Brötchen sehen sehr gut aus aber durch den Käse sind sie auch sehr gehaltvoll. Da schaffe ich auch immer nur ein Brötchen.

    Ihr habt ganz schön Auswahl bei Euch. Hier bei uns muss man nehmen, was man kriegen kann. Ich bekommen eine größere Auswahl nur in der Famila in Anklam oder im Sky in Friedland. Ansonsten müsste ich nach Neubrandenburg oder Greifswald waren und das ist mir zu weit. Aber wenn ich gerade mal dort bin, dann kaufe ich auch Dinge, die es hier kaum gibt. Das ist leider der Nachteil des Landlebens, dafür habe ich aber auch nicht den Einkaufsstress, denn die Geschäfte sind meist leer. Manchmal auch die Regale!^^

    Kommt gut in die neue Woche!

    Liebe Grüße, Kathy

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