Samstag, 7. September 2013

Dinkel-Apfel-Streuselkuchen

Heute habe ich mich an den zweiten Blechkuchen meines Lebens gewagt. Der erste war ja durchaus essbar, allerdings nach einem ziemlich einfachem Rezept gebacken. Bei diesem Blechkuchen wollte ich mich steigern, wählte also ein Rezept mit Streuseln aus: Schneller Apfel - Streusel vom Blech.

Frau und Tochter hatten auswärts zu tun, ich war also mit meinem Projekt ganz auf mich alleine gestellt. Und hatte mei- ne Ruhe dabei! ;-)

Ich organisierte aus dem Garten etwas Fallobst, wieder Äpfel, die Pflaumen müssen noch ein bisschen reifen. Dann be- gann ich, genau nach Vorschrift mit den Streuseln. Ich mischte alles wie im Rezept beschrieben zusammen und erhielt eine kompakte Masse die sich weder mit den Fingern noch mit dem Rührgerät zerstreuseln wollte. 

Was nun? Niemand da den ich fragen konnte, also hieß es den eigenen Denkapparat anzustrengen. Die Masse war einfach zu feucht, und gegen Feuchtigkeit hilft, zumindest beim Teig kneten, Mehl! Also löffelte ich versuchsweise Mehl auf die Masse. Beim anschließenden Durchrühren bildeten sich aus dem Mehl Streusel-ähnliche Gebilde, die aber so- fort wieder in der Masse verschwanden. Also mehr Mehl! Und zwischendurch auch noch etwas Zucker, damit das Ganze dann auch noch nach etwas schmeckt! Etliche Löffel Mehl später: Hurra die Masse streuselt. 

Jetzt kam sie aber erst mal in den Kühlschrank. Der Teig für den Boden war nicht schwer. Der war ruckzuck zusammen gerührt und anschließend auf dem Blech verteilt. Dann hieß es noch Äpfel schälen, vierteln, in Scheiben schneiden und auf dem Teig verteilen. 

Jetzt konnte schon mal der Ofen aufgeheizt werden. 180 °C stand da, natürlich keine Angaben welche Beheizungsart. Ich reduzierte für Heißluft auf 160 °C. Dann wurden die renitenten Streusel aus dem Kühlschrank geholt, noch mal ein wenig eingemehlt, mit dem Rührgerät noch mal "durchgestreuselt!" und anschließend auf dem Blech verteilt.

Noch ein wenig Wartezeit bis der Ofen soweit war, dann kam das Blech in die Röhre. Der Kurzzeitwecker wurde auf 5 Minuten vor der angegebenen Minimalzeit eingestellt, und ich begab mich ans Aufräumen der Küche und Spülen der verwendeten Utensilien. 

Als der Kurzzeitwecker nach der eingestellten Zeit piepste, machte ich die Stech-Probe mit einem Schaschlickspieß. Nach 5 Minuten nochmal, und wieder 5 Minuten zum letzten Mal. Ich war mit der Probe zufrieden und beschloss das der Kuchen nun fertig ist. Nun musste er nur noch abkühlen. 

Dann kam der spannende Moment, das Anschneiden. Ist er im Inneren wirklich gut durch gebacken, und auch nicht zu sehr? Naja, das Expertenurteil steht noch aus, denn Frau und Tochter sind immer noch nicht zurück! Aber ich bin schon mal zufrieden! Und schließlich ist es ja mein Kuchen, und wer meckert bekommt nichts ab! ;-)



Rezept-Links im Text: Schneller Apfel - Streusel vom Blech.

Kommentare:

  1. Hallo Hans,

    ja, der sieht durchaus essbar aus! ;-) Ich denke, er schmeckt richtig gut! Wie lange hast den Kuchen denn im Ofen gelassen?

    Ich backe meine Kuchen alle mit Heißluft, da braucht man weniger Grade, genau so, wie Du es gemacht hast -20°C. Mir scheint, Du bist schon ein richtiger Profi geworden.

    Deine Frau hat sich da einen tollen Mann geangelt. Grüße sie ganz besonders von mir.

    Einen schönen Sonntag und liebe Grüße.
    Kathy

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    1. Hallo Kathy,

      ja der schmeckt, auch dem weiblichem Teil unseres Haushaltes. Das ist als Zwischenziel schon mal ganz gut. Allerdings hat es auch Kritik gegeben, die meiste von mir selbst. Beim nächsten Mal wird z. B. die Apfelschicht dicker, entweder die Scheiben dicker geschnitten oder mehrfach übereinander gelegt.

      Allerdings könnten es beim nächsten Mal sowieso erst mal Pflaumen sein. Ein Profi bin ich bestimmt noch nicht, aber meinem Ziel ist es schon eine gewisse Professionalität zu entwickeln. So wie bei fast allem was man anpackt gibt es auch hier zuerst diverse Unsicherheiten zu überwinden, Fachausdrücke zu enträtseln usw.!

      Kurz gesagt: Jede Menge Spaß und Spannung! Und zum Schluss (hoffentlich!) ein Erfolgserlebnis! Manche Leute müssen dafür im Alleingang und ohne Seil und Haken eine steile Bergwand besteigen. Ich hole mir meine Erfolgserlebnisse halt in der Küche! ;-)

      Ein toller Mann? Da kann und muss ich dir recht geben! Und dazu unglaublich bescheiden! ;-)

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  2. Hallo Kathy,

    ich sehe gerade das ich deine Frage nicht beantwortet habe. Zuerst habe ich den Kuchen 30 Minuten backen lassen, dann noch zwei mal 5 Minuten, nachdem ich mit einem Schaschlikspieß geprüft habe ob er gut ist.

    L. G., Hans

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  3. Hi Hans

    Klasse dein Kuchen,
    du bist als backtauglich befunden *gg

    Guten Hunger nun :-)

    lg Uli

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