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Mittwoch, 18. April 2018

Emmer-Frucht-Nuss-Brot

Heute habe ich zwei Emmer-Frucht-Nuss-Brote gebacken. Das Rezept stammt aus dem Blog von Stefanie Herberth: Emmer-Frucht-Nuss-Brot

Klappte alles sehr gut, bis ich sie vor dem Einschießen aufs heiße Backblech eingeschnitten habe. Da fielen sie etwas zusammen und gingen auch im Ofen nicht mehr wirklich gut auf. Vielleicht hätte ich das warme Wetter berücksichtigen und die Gehzeiten etwas reduzieren müssen!?

Donnerstag, 27. März 2014

Brot backen und Gesundheitsprobleme

Katharina hätte gerne das Brot gesehen dass ich in meinem letzten Beitrag beschrieben habe. Den Gefallen kann ich ihr nicht tun, das Brot ist schon längst gegessen. Allerdings habe ich danach ein Sauerteigbrot gebacken, und dabei auch einen Teil des Mehls am Vortag als Quellstück angesetzt. Den Sauerteig habe ich nicht selbst gemacht, sondern ein Tütchen Sauerteig in Pulverform verwendet. Vom Vorquellen abgesehen habe ich mich an das Rezept das auf dem Tütchen stand gehalten.

Montag, 24. März 2014

Besseres Brot durch Quellstück

In der Silvesternacht war ich froh als das Jahr 2013 endlich beendet war und sah voller Optimismus dem Jahr 2014 entgegen. Inzwischen hat sich heraus gestellt dass dieses Jahr alles daran setzt das verflossene, in negativer Hinsicht, noch zu toppen.

Da ist es schön wenn man doch mal ein positives Erlebnis hat, auch wenn es nur beim Brot backen ist. Zwar mussten wir öfter mal Brot kaufen, aber zwischendurch konnte ich doch immer mal wieder selbst backen. Dabei kann ich immer ganz gut abschalten, und wenn man das was ich gebacken habe auch noch mit Genuss essen kann, bin ich zwischen- durch mal ein wenig glücklich.

Sonntag, 17. November 2013

Doppelback mit Ehefrau

Heute gab es einen kleinen Backwettbewerb in unserer Familie. Meine Frau hat in einer Kastenform ein Dinkel-Buch- weizenbrot  nach einem Rezept aus dem Buch Brotbacken für Eilige gebacken. 

Ich wollte endlich mal meine Gärkörbe ausprobieren die ich mir im Hobby Bäcker Versand bestellt habe. Also habe ich ein einfaches Dinkel-Brot geknetet und geformt, im Gärkorb aufgehen lassen, und neben der Kastenform mit gebak- ken. Zwar sollten die Brote mit leicht unterschiedlicher Temperatur ca. 1 Stunde backen, aber als ich nach 45 Minuten nachsah waren beide schon fertig.


Die sehen doch mal wieder sehr lecker aus, oder? Ich kann euch verraten, sie sehen nicht nur so aus, sie sind es auch! Die abgeschnittenen Scheiben, die man auf dem Bild sieht, hat meine Tochter gleich mit nach Hause genommen. 

Ach ja, der Backwettbewerb! Nach eingehender Prüfung, geschmacklicher Art, mussten wir einsehen dass wir beide ge- wonnen haben! ;-)

Die Woche über hatte ich Nachtschicht! Ich war schon sehr gespannt wie die mir bekommen würde! Schließlich hatte ich ja ca. 7 Monate lang keine mehr gemacht. Es klappte überraschend gut! Ich hatte weder in der Nacht noch Tags über besondere Müdigkeitsprobleme.

So richtig überraschend war es allerdings dann doch nicht! Mir geht es ja, seitdem wir in unserer Familie das Weizen- mehl verbannt haben, sowieso schon sehr gut. Ich, bzw. muss ich ja nun wir sagen, backen unser Brot, Brötchen usw. ja schon einige Zeit selbst, hauptsächlich aus Dinkelmehl, evtl. mit Roggen oder Buchweizen gemischt. 

Das bekommt uns allen sehr gut. Bei mir kommt noch dazu dass ich endlich Obst und rohes Gemüse, also Salate, ohne Probleme essen kann. Als ich noch reichlich Weizen-Produkte verzehrte war mein Magen/Darmbereich sehr emp- findlich, da bekam ich davon heftige Krämpfe. Nun kann ich mich endlich mit allen erforderlichen Vitaminen, Mineralien usw. versorgen, auch die damit verbundenen Ballaststoffe tun mir gut.

Alles in allem bin ich, von ein paar Nachwirkungen meiner Krankheit abgesehen, wie man so sagt: Fit wie ein Turn- schuh! Körperlich jedenfalls, denn psychisch wird es gerade etwas schwierig. Ich glaube nämlich schon dass mein Beruf nicht ganz unschuldig an meiner Erkrankung ist. Er hat bei mir sehr oft zu extremer Erschöpfung und Übermüdung ge- führt. In so einem Zustand ist dann auch das Immunsystem des Körpers geschwächt und Krankheiten die es normaler Weise bekämpft können sich dann ausbreiten.

So hat man es mir in der Reha erklärt. Und ich glaube das es so ist. Ich möchte also in Zukunft sehr darauf aufpassen das ich nicht mehr in solche Zustände geraten. Das wird aber schwierig, denn meine Vorgesetzten und Kollegen hätten es gerne dass ich mindestens genau so wie vor der Krankheit weiter mache, am besten noch "eine Schüppe drauf lege"! 

Da gibt es noch einige Kämpfe auszukämpfen. Morgen geht es mit Mittagsschicht weiter. Mal sehen wie es da weiter geht.

Dienstag, 5. November 2013

Tomatenbrot

Mein bestelltes Buch ist noch nicht da, aber das Sonnenbrot das ich letztens gebacken habe ist schon aufgebraucht! Natürlich gibt es da einiges an Brotrezepten mit deren Hilfe ich Nachschub backen könnte. Aber da meine Gattin ge- trocknete Tomaten eingekauft hat, habe ich doch wieder das Rezept vom Sonnenbrot genommen, und habe nur die Sonnenblumenkerne durch die klein geschnittenen getrockneten Tomaten ersetzt.

Ich habe erst überlegt ob ich sie zuerst im Wasserbad quellen lassen muss, damit sie dem Brotteig nicht zu viel Was- ser entziehen. Da es aber etwas zügig gehen musste, weil wir noch anderes vor hatten, habe ich sie einfach so in den Teig gerührt.

Ich weiß nicht ob das Brot mit aufgequollenen Tomaten noch besser geworden wäre, aber für uns ist es gut genug. Das Brot ist wie gehabt innen locker, außen knusprig, und schmeckt herrlich tomatig.

Etwas ist allerdings doch schief gegangen. Beim Sonnenbrot hatte ich noch einige Sonnenblumenkerne auf das Brot gestreut. Das sah gut aus und die gerösteten Kerne schmeckt auch gut. Genau so hatte ich es mit den klein geschnit- tenen Tomaten gemacht. Die waren dann aber beim Backen zu Kohle geworden. Machte aber nichts, da sie sich leicht ablesen ließen. Beim nächsten Mal kommen auch auf das Tomatenbrot ein paar Kerne.

Fotografiert habe ich es nicht, es sieht aus wie das Sonnenbrot ohne Kerne. Etwas höher ist es geworden, da ich eine kleinere Kastenform verwendet habe. Ich hatte eigentlich vor beim nächsten Backen die Zutaten für eine größere Teig- menge umzurechen. Aber da wir erst mal schauen wollten wie es uns mit Tomaten schmeckt, habe ich darauf ver- zichtet.

Sonntag, 3. November 2013

Mohn-Joghurt-Brötchen (Rezept Angelika Kirchmaier)

Bei meiner Suche nach Informationen über die besondere Zubereitungsart von Angelika Kirchmaier fand ich eine Website wo sie anhand von vier Rezepten beschrieben wurde. Zuerst probierte ich das Sonnenbrot aus, mit gutem Erfolg, wie  in meinem letzten Beitrag beschrieben. 

In einem Thread bei Chefkoch.de hatte ich die Zubereitungsart von Angelika Kirchmaier angesprochen. Dabei geriet eins der Rezepte in die Kritik. Nämlich die besagten Mohn-Joghurt-Brötchen. Weil statt Hefe Backpulver verwendet wird, und weil sie so gar nicht wie Brötchen aussehen. Brötchen werden normalerweise speziell geformt, gewirkt und/oder ge- schliffen. Bei diesem Rezept wird einfach ein "Klacks" des Teiges aufs Backblech gelegt. Schlampige Häufchen nennt Angelika Kirchmaier sie, die überraschend im Thread auftauchte und uns freigiebig mit Informationen zu ihrer Zubereitungsweise versorgte.

Ich war auch ein wenig skeptisch. Zwar konnte ich mir vorstellen das "so etwas" schmeckt, aber als Brötchen? Naja, es heißt ja so schön: Probieren geht über studieren. Ich musste noch Mohn und Weinsteinbackpulver besorgen, aber dann stand dem Versuch nichts mehr im Wege.Da sowieso gerade der Sonntag vor der Tür stand wurden sie als Sonntagmorgen-Brötchen eingeplant.

Ein riesengroßer Vorteil: Es geht sehr schnell! Während der Ofen aufheizt werden die Zutaten mit der Gabel zusammen gerührt und die schlampigen Häufchen aufs Backblech gelegt. Ich war mir über die Größe nicht im Klaren, also habe ich einfach mit einem normalen Suppenlöffel Portionen genommen und aufs Blech gelegt. So erhielt ich aus der Teigmenge 12 Exemplare. Nicht gerade sehr groß, aber für den ersten Versuch war ich erst mal zufrieden. Inzwischen war der Ofen soweit. Das Backblech wurde hinein geschoben, und schon nach 15 Minuten, denn unser Backofen hat ein hitziges Temperament, hatte ich meine fertigen "Brötchen".


Sie sind im Ofen noch aufgegangen und hatten nun so in etwa die Größe von Partybrötchen. Zuerst wurden sie natürlich fotografiert, aber dann kam der Test. Ich hatte vermutet das sie eher wie Kuchen schmecken und auch eine solche Kon- sistenz haben. Da wurde ich aber positiv enttäuscht.


Ein durch und durch knuspriges Geschmackserlebnis, da ich ganze Mohnkörner genommen hatte sogar im Inneren, das ansonsten ziemlich locker und "fluffig" wurde. 


Ein tolles Rezept also, die Brötchen schmecken und können sogar noch schnell gebacken werden wenn schon der berühmte kleine Hunger an die Tür klopft. ;-)


Links im Text:
Mohn-Joghurt-Brötchen ... Angelika Kirchmaier (Homepage) ... Rezept-Website ... Chefkoch.de ... Thread (Warum eigentlich kneten? ... letzter Beitrag ... Sonnenbrot

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Mein Sonnenbrot

Mein neuestes Projekt ist ein Sonnenbrot nach der Methode von Angelika Kirchmaier. Ich bin im Internet auf ihr Buch Brotbacken für Eilige aufmerksam geworden und hatte es in einem Thread, den ich bei Chefkoch.de eröffnet hatte, angesprochen: Warum eigentlich kneten?

Ich wollte gerne, bevor ich mir das Buch kaufe, etwas über die spezielle Zubereitungsmethode erfahren, die sie selbst entwickelt hat und in diesem Buch beschreibt. Überraschender Weise meldete sich die Autorin selbst zu Wort und gab ausführlich Auskunft.

Und so konnte ich gleich loslegen und kann nun das erste Ergebnis präsentieren. Mein erstes, nach der Methode von Angelika Kirchmaier gebackenes Sonnenbrot:


Und... ...es ist genau so lecker wie es aussieht. Im Inneren locker und saftig, dazu von einer herrlichen Kruste umgeben. Ein Genuss! Ich kann mir also ruhigen Gewissens ihr Buch kaufen, das Geld ist bestimmt nicht heraus geworfen.

Wer mehr darüber wissen möchte kann gerne in meinem Thread bei Chefkoch.de nachlesen: Warum eigentlich kneten?
 

Links im Text:
Sonnenbrot ... Angelika Kirchmaier (Homepage) ... Brotbacken für Eilige (Ihr Buch) ... Chefkoch.de ... Warum eigentlich kneten?

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Zeitspar-Backversuche

So lange nichts und dann gleich zwei Beiträge an einem Tag? Naja, es gab ja einiges nachzuholen und ich wollte halt nicht so viele Themen in einen Beitrag packen. Deshalb habe ich dieses Thema mal abgegrenzt.

Es war nämlich so, als ich nach meiner langen Auszeit wieder anfing zu arbeiten wurde es etwas schwierig mit dem Backen. Mit all dem rühren, kneten, gehen lassen usw. dauert das Backen von Brot und Brötchen doch ziemlich lange. Wenn ich direkt nach der Arbeit damit anfing, war es schon fast wieder Zeit ins Bett zu gehen wenn ich das fertige Pro- dukt endlich vor mir liegen hatte. Irgend etwas "außerhäusiges" zu unternehmen war auch nicht drin.

Deshalb suchte ich nach Zeitsparenden Rezepten und Verfahren. Zeitsparend in dem Sinne und idealer Weise so, dass ich z. B. den Teig an einem Tage fertig mache und am nächsten Tag dann direkt in den Ofen schieben kann. Oder, z. B. fürs Wochenende, am Abend das Brot/die Brötchen fertig machen und am nächsten Morgen direkt in den Ofen schie- ben.

Theoretisch müsste das ja mit allen Rezepten gehen, indem man wenig Hefe nimmt, den Teig kühl, vielleicht sogar in den Kühlschrank, stellt. Aber irgendwelche Richtwerte dazu konnte ich nicht finden, deshalb wollte ich mich erst mal an Erprobtes halten. 

Zuerst probierte ich dieses Rezept: Brötchen backen: Herrlich knusprig

Die Brötchen die daraus entstehen sind sehr lecker und sehen auch fast schon "Bäckermässig" aus. Aber leider hatte ich übersehen dass sie dann nach dem Formen doch noch zwei Stunden gehen müssen. Immerhin genug Zeit um zwi- schendurch etwas zu unternehmen, und wenn es mal etwas länger wird ist das bestimmt auch nicht schlimm.

Ich hatte gelesen dass Hefeteigerzeugnisse wesentlich besser werden und schmecken wenn sie mit wenig Hefe bei langen Gehzeit gemacht werden. Diese Brötchen bestätigen das. Die Herstellung über einige Stunden, die mir schon zu lange vorkommt, ist eigentlich ein beschleunigtes "Brachialverfahren" bei dem man mit viel Hefe und Wärme das Brot/die Brötchen fertig quält. Weshalb die Erzeugnisse dann oft zu stark nach Hefe schmecken und auch riechen.

Leider habe ich vergessen diese Brötchen zu fotografieren, aber sie sehen halt aus wie Brötchen, vielleicht habt ihr ja schon mal welche gesehen! ;-)

Zum zweiten Versuch gab mir meine Frau einen Tipp. Sie liest in einem Forum in dem es einen Thread zum Brot backen gibt. Da hatte sie gelesen dass der Teig auch über Nacht gehen muss. Bei näherer Betrachtung zeigte es sich dass es da um das No Knead Bread geht, das ein Bäcker aus New York erfunden haben soll. Das Brot wird im Backofen in einem hitzefestem Topf gebacken, zuerst mit Deckel dann eine Weile ohne. 

No knead heißt: nicht kneten. Die Bestandteile werden mit der Hand oder einem Löffel zusammen gerührt und müssen dann mindestens 12 Stunden gehen. Dann wird der Teig gefaltet, was ein bißchen schwierig ist, da er ziemlich klebrig ist. Dann muss allerdings auch dieser Teig wieder zwei Stunden gehen, bevor er in den aufgeheizten Topf kommt. Das Ergebnis ist tatsächlich sensationell, das Brot hat eine herrliche Kruste und ist innen locker und saftig.

Meinen ersten Versuch habe ich nach diesem Rezept samt Anleitung gestartet: No knead Bread - besser spät als nie. Allerdings habe ich mutiger Weise gleich einige Körner in den Teig gemischt.

Im Text findet man auch eine Link für ein Video in dem der Erfinder sein Verfahren beschreibt. Zwar auf englisch, aber wer das nicht versteht kann schon mal vom Zuschauen einiges lernen. In den Kommentaren zu diesem Artikel habe ich beschrieben wie ich mit dem klebrigen Falten besser klar kam. Zur Zeit steht dieser Kommentar noch ganz unten.

Zu diesem Brot kann ich noch Bilder anbieten, allerdings ist nur noch das halbe Brot da, denn es schmeckt einfach zu gut! ;-)



Das No knead Brot befindet sich jeweils links. Das andere Brot ist ein Bananenbrot, das allerdings noch konventionell, also nicht über Nacht gemacht wurde. Da es aber sehr lecker ist wollte ich es euch nicht vorenthalten. Es ist eher so eine Mischung zwischen Brot und Kuchen, wird auch nicht mit Hefe sondern Backpulver gebacken. Eher was für süßen Brotbelag, oder auch ganz ohne, mit etwas Butter oder Margarine. Aber wie gesagt: Sehr lecker! Das Rezept dazu gibt es hier: Bananenbrot

Heute Morgen zum Frühstück gab es aber nichts davon. Es gab leckere, frisch gebackenen, Körnerbrötchen. Ich hatte nämlich schon wieder etwas ausprobiert, nämlich dieses Rezept: ganz frühe Frühstücksbrötchen für Morgenmuffel ...

Der Teig wird abends fertig gemacht, geknetet, und gleich ohne Gehzeit zu Brötchen geformt. Diese, noch sehr kleinen Brötchen, werden in eine mit Backpapier ausgelegte und verschiedenen Körner ausgestreute Springform gelegt und von oben noch mal mit Körnern bestreut. Dann soll diese Springform soll über Nacht in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Morgen direkt in den Backofen geschoben werden. Da wir unseren Zweit-Kühlschrank gerade unserer Tochter geliehen haben, musste ich die Springform allerdings statt in den Kühlschrank in unser kühlstes Zimmer stellen. Der Erfolg war trotzdem sensationell.

Zwar waren die Brötchen beim Aufgehen ziemlich in einander gelaufen, aber trotzdem herrlich locker mit einer schönen Kruste. Dazu die gerösteten Körner.... ....Spitze. Die wird es bei uns jetzt definitiv öfter geben, bestimmt schon mal an den Wochenenden. Eine wenig Aufwand am Abend, noch weniger Aufwand am darauf folgenden Morgen und: leckere Brötchen. Fast hätte ich wieder vergessen zu fotografieren, aber gerade noch rechtzeitig daran gedacht:


Das wäre es für heute erst mal zum Thema backen. Ich hoffe ihr habt auch etwas zum Thema Backen über Nacht und zeitsparendes Backen beizutragen, ich würde mich freuen.



Rezept-Links im Text:
Brötchen backen: Herrlich knusprig ... No knead Bread - besser spät als nie ... Bananenbrot ... ganz frühe Frühstücksbrötchen für Morgenmuffel ...

Donnerstag, 19. September 2013

Ist Heißluft nur heiße Luft?

Vor einigen Jahren haben wir uns einen neuen Küchenherd gekauft. Meine Frau hatte sich schon lange ein Ceranfeld ge- wünscht, und für den Backofen war das neueste eben Heißluft. Das musste auch dabei sein. 

Was neu ist ist auch besser, hatten wir gedacht! Heißluft wurde überall gelobt und beworben und nun hatten wir halt ei- nen Backofen mit Heißluft. Also machten wir nun im Backofen alles mit Heißluft. In manchen Rezepten standen die Werte für Ober/Unterhitze und Heißluft für andere rechneten wir die Werte eben um. 

Ganz so oft benutzen wir den Backofen auch nicht. Für Feste wird schon mal gebacken, ab und zu mal Aufläufe, häufi- ger Pommes Frites. Alles mit Heißluft!

Als ich aber nun nach meiner Operation beschloss mir während der langen Genesungszeit die Zeit mit Backen zu ver- treiben wurde der Backofen zum alltäglichen Gebrauchsgegenstand. Ich backe nun, mit überraschendem Erfolg, unse- ren ganzen Bedarf an Brot und Brötchen. Am Wochenende, und wenn ich etwas ausprobieren möchte auch mal werk- tags, gibt es Kuchen oder Muffins. Alles mit Heißluft!

Gründlich, wie es nun mal meine Natur ist, backe ich aber nicht nur fleißig, sondern suche auch immer nach Informati- onen, im Internet, in Büchern und durch Tipps von erfahrenen Mitmenschen. Und da fand ich auch immer wieder Hinwei- se dass Heißluft für dieses oder jenes nicht geeignet wäre. Für Brot und Brötchen sowieso nicht, für Kuchen auch nicht usw.! 

Zuerst beachtete ich das nicht, weil es oft ziemlich besserwisserisch herüber kam und auch nicht begründet wurde. Als ich dann aber mehrmals las das Heißluft das Backgut austrocknet kam ich aber doch ins grübeln. Mir war schon aufge- fallen dass die Kruste meiner Brötchen nicht besonders knusprig, sondern eher mehlig trocken war. 

Also probiere ich es nun seit einigen Tagen aus. Und tatsächlich die Brötchen bekommen durch das Backen mit Ober/ Unterhitze eine knusprige Kruste und werden im Inneren schön weich. Genau so das Brot das ich heute gebacken habe. Die Kruste ist himmlisch knusprig, das Innere perfekt weich. Auch die Muffins und der Kuchen den ich zum Geburtstag meiner Tochter mit Ober/Unterhitze gebacken habe sind einfach ein Gedicht.

Die Kuchen und Muffins die ich bisher gebacken hatte hatten auch, so wie Brot und Brötchen, eine mehlig trockene Oberfläche. Die schmeckte auch nicht schlecht, und hatte uns nicht gestört, ist aber kein Vergleich zu der Oberfläche die durch Ober/Unterhitze zustande kommt. So im Nachhinein würden wir sogar sagen dass das Innere der Backwaren die mit Heißluft gebacken wurden etwas trockener ist.

Ich bin also sehr zufrieden mit meinem Ober/Unterhitze-Experiment und werde das so beibehalten. Jetzt habe ich mir auch endlich mal das Handbuch unseres Herdes durchgelesen, wo die verschieden Back-Modi beschrieben sind. Zu jeder Position des Wahlrades gibt es eine ausführliche Beschreibung. Bei Heißluft steht nur dass sie zum Backen auf mehreren Ebenen geeignet ist.

Wir fühlen uns also im Punkte Heißluft am Ende eines Irrweges angekommen. Und nicht nur beim Backen! Mir fiel gleich mein Pommes Frites-Problem ein. Wenn ich nämlich welche aus dem Backofen esse habe ich anschließend ziemliche Schmerzen am Zahnfleisch. Die werden nämlich immer ziemlich hart, reiben am Zahnfleisch und keilen sich zwischen die Zähne. 

Ich ordnete also für den nächsten Tag zum Mittagessen Pommes frites an. Dieses Mal mit Ober/Unterhitze! Und es geschah ein Wunder! Die Pommes wurden außen knusprig und innen schön weich. Ich aß eine Riesenportion davon, ohne den leisesten Schmerz am Zahnfleisch. Nichts keilte sich zwischen die Zähne. Einfach ein Genuss. Auch meine Frau und Tochter waren begeistert. Und nun fallen uns auch z. B. Aufläufe ein, bei denen die oberste Schicht hart und trocken war. Auch die werden demnächst mit Ober/Unterhitze ausprobiert. Wir freuen uns schon darauf.

Ja, ein schöneres Leben, dank Ober/Unterhitze liegt vor uns! ;-) Mit was backt ihr denn so?

Freitag, 6. September 2013

Backereien

In letzter Zeit hatte ich, wie schon geschrieben, einiges zu tun. Zwischendurch habe ich mich aber immer mal wieder an den Backofen gestellt, auch damit uns die fleißigen Handwerker nicht verhungern. Brot und Brötchen sind schon fast zum Standard geworden, die ich immer wieder mal mache. Das geht schon wie von selbst.


Für das Brot habe ich, mal so auf die Schnelle, eine Backmischung verwendet.


Für die Brötchen richte ich mich nach dem folgenden Rezept, Grundrezept für helle Weizenbrötchen, ich halte mich an die 2. Variante. Allerdings nehme ich immer Dinkelmehl, was ich gerade so da habe. Das Brötchen rechts unten ist das letzte von denen für die ich 1050er Dinkelmehl verwendet habe. Die anderen entstanden aus Dinkel-Vollkornmehl. Zusätzlich habe ich 30g Röstzwiebeln in den Teig gemischt.

Zwei mal habe ich schon Pizza auf einem Blech gemacht. Nach diesem Rezept: Pizzateig Der ist schnell gemacht und extrem lecker. Leider habe ich nicht ans Fotografieren gedacht. 

Ich habe allerdings nur den Teig gemacht. Meine Frau hat ihn belegt, und das macht sie immer sehr großzügig. Der Teig wird zuerst mit Ketchup oder passierten Tomaten bestrichen, darauf kommen dann Salami, Pilze, klein geschnittener Porree, Zwiebeln, gefüllte Oliven und gefüllte Minipaprika (Antipasti von Aldi!), halbiert, Feta usw., usw.! Darüber natürlich Streukäse. Beim ersten Mal hat sie noch Schinkenwürfel dazwischen gemischt, das gab der Pizza einen sensationellen Geschmack. Beim zweiten Mal hat sie leider vergessen welche zu kaufen. Da schmeckte die Pizza schon auch, aber irgendwie fehlte dann doch der Geschmack der Schinkenwürfel.

Nach meinem ersten Versuch mit einem Guglhupf, der nicht so ganz aus der Form wollte habe ich mich an einem einfa- chen Apfel-Blechkuchen versucht. Einfach, aber lecker, besonders mit frischer Schlagsahne.


Heute habe ich mich mal an Vanille-Dinkel-Muffins versucht, die waren auch sehr lecker.


Morgen möchte es wieder mit einem Apfel-Blechkuchen versuchen. Dieses mal etwas aufwendiger mit Streuseln. Mal sehen ob es klappt und wie er dann klappt.

Zwischendurch wären auch mal ein paar Waffeln schön, zum Beispiel diese hier: Bananen-Dinkelwaffeln.

In meiner Familie wird vermutet das ich an akutem Backwahn erkrankt bin. Hat jemand schon mal von dieser Krankheit gehört, ob sie heilbar ist, falls ja womit, und ob man darauf krank feiern kann und falls ja, wie lange? ;-)


Rezept-Links im Text: 
Grundrezept für helle Weizenbrötchen ... Pizzateig ... Apfel-Blechkuchen ... Vanille-Dinkel-Muffins ... Apfel-Blechkuchen ... Bananen-Dinkelwaffeln


Freitag, 23. August 2013

Pfannenbrötchen und Experimente

Vor einiger Zeit habe ich in meinem vorübergehenden Testblog von meinen Backversuchen berichtet. Eigentlich hatte ich vor ab da, zumindest in der Zeit in der ich noch arbeitsunfähig bin, die Versorgung mit Brot und Brötchen eigenhändig zu übernehmen und mich dabei immer weiter zu perfektionieren.

Leider schlugen dann die Ereignisse über uns zusammen, und ich hatte längere Zeit weder Zeit noch die Ruhe zum Backen. Vergessen habe ich mein Vorhaben aber nicht, und wenn ich auch selbst nichts gemacht habe, habe ich doch durch schmökern in Büchern und im Internet meine Grundkenntnisse immer mehr erweitert.

Es ist natürlich nicht schwer nach einer vorgegebenen Anleitung z. B. ein Brot oder Brötchen zu backen. Aber mir war es immer wichtig mich bei allem was ich tue genau auszukennen. Also nicht nur zu wissen wie man etwas tut, sondern auch warum man es tut. Zum Beispiel genaue Kenntnisse über die Hefe, bei welchen Temperaturen sie sich wohlfühlt, bei welchen sie abstirbt, bzw. überhaupt das es sich bei der Hefe um lebende Organismen handelt. Welche Unterschie- de gibt es bei den Mehlen, wie verhalten sie sich beim Kneten und beim Aufgehen. Usw., usw.!

Mit solchen Kenntnissen ausgestattet kann man viel sicherer an die Sache herangehen, Fehler vermeiden und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit.

Aber nicht nur Kenntnisse über das Backen selbst, sondern auch über die Geschichte des Brotes habe ich auf diesem Weg erworben. Und das interessierte mich sehr.

Angefangen hat es nämlich mit Getreidebrei. Brot gab es da noch nicht. Irgendwann haben die Leute dann festgestellt das man diesen Getreidebrei auf heißen Steinen zu einer festen Masse backen kann. Natürlich ziemlich dünn, denn die Hitze kam ja nur von unten. Diese dünnen Fladen, die im wesentlichen nur aus gemahlenem Getreide und Wasser be- standen waren dann das erste Brot.

Nur Mehl und Wasser! Also keine Treibmittel wie Hefe oder Backpulver, denn die waren ja damals noch gar nicht be- kannt. Das wollte ich auch mal ausprobieren. Längere Zeit eigentlich schon. Aber erst gestern hatte ich die Zeit dazu, und besiegte auch den inneren Schweinehund der mir immer wieder einreden wollte das es doch auf der Couch viel gemütlicher sei. Nur sehr knapp zwar, aber immerhin!

Also machte ich es, und zwar so einfach wie möglich. Ich füllte eine Tasse mit Mehl, um ein Maß zu haben, und schüt- tete dann den Inhalt in eine Schüssel. Vorsichtshalber streute ich, des Geschmacks wegen noch eine Prise Salz darü- ber. Dann goss ich  vorsichtig lauwarmes Wasser hinzu, rührte zuerst, und knetete dann das Gemisch. Nach einer Wei- le wurde es klebrig, also kam noch etwas Mehl hinzu.

Als ich dann schließlich eine elastischen, nicht mehr klebrigen Kloß zurecht geknetet hatte legte ich ihn erst mal zur Seite. Ich hatte nämlich gelesen das man auch Teige ohne Treibmittel einige Zeit ruhen lassen sollte, damit sich das Mehl besser mit dem Wasser verbinden kann.

Nun bekam ich aber ein Problem. Meiner Frau, die meine Backkünste zu schätzen gelernt hat, lief schon so langsam das Wasser im Munde zusammen, und sie wies mich auf ihren zunehmenden Hunger hin. Eigentlich wollte ich ja nur experimentieren und war mir gar nicht sicher was dabei so raus kommen würde. Nun beschloss ich aber noch ein paar Pfannenbrötchen zu machen.

Während mein Experiment also ruhte mischte ich die Zutaten für Pfannenbrötchen und knetete sie ordentlich durch. Das mache ich immer per Hand, weil es mir so am meisten Spaß macht. Bisher hatte ich das immer in der Schüssel ge- macht in der ich auch die Zutaten vermischt hatte, aber gestern habe ich eine Holzplatte hervor gesucht die wir irgend- wann mal zu diesem Zweck gekauft hatten. Da konnte man den Teig gleich wesentlich besser, und mit wesentlich mehr Kraft durchkneten.

Aufgehen lasse ich den Teig im Backofen, bei einer Temperatur von ca. 37°C, 30 - 45 Minuten. Der Temperaturregler wird dazu nur ganz wenig aufgedreht, wie weit habe ich mal mit einem Thermometer ausprobiert. Und siehe da der Teig ging, wahrscheinlich wegen des intensiveren Knetens, wesentlich besser auf.

Aber dazu später mehr, denn jetzt ging es endlich an mein Experiment. Ich teilte den Teig in zwei Hälften und rollte eine davon mit dem Teigroller (auch Nudelholz!) auf ungefähre Pfannengröße aus. Dann erhitze ich etwas Fett in der Pfanne und buk mein Erzeugnis einige Zeit von beiden Seiten. 

Meine Idee war es in die so erzeugten Fladen Wurst, Käse und evtl. Salat einzurollen, also einen Wrap herzustellen. Das ging aber leider nicht, denn dazu war mein Fladen zu steif und doch noch zu dick. Also teilte ich die verbliebene Hälfte noch einmal auf und rollte ein Teil davon auch wieder auf Pfannengröße aus. Dazu musste ich aber einiges an Mehl auf der Platte verteilen, denn der Fladen wollte nur zu leicht ankleben.

Dieser Fladen kam nun auch wieder in die Pfanne, und als ich ihn von beiden Seiten gebacken hatte, war er tatsächlich elastisch genug um eine Wrap daraus herzu stellen. Sehr zur Freude meiner Frau, die gleich einen Test durchführte. Auch mit dem letzten Stückchen Teig hatte ich Erfolg, und ehe ich mich versah war es auch einkassiert, zu einem Wrap verarbeitet und im Bauch meiner Frau verschwunden. 

Ich machte mir aus dem zu dick geratenen Fladen eine Art Mehrschichtenbrot. Ich belegte ihn und versuchte ihn gewalt- sam zu rollen. Dabei brach er an mehreren Stellen und so hatte ich im Endeffekt verschieden Schichten von Wurst und Fladen in der Hand. Geschmeckt hat es aber, und das ist ja die Hauptsache!

Weg waren sie also, und das obwohl ich meine Tochter eigentlich auch mal probieren lassen wollte. Also fertigte ich gleich noch mal die oben angegebene Mischung an, knetete sie und legte sie zur Seite.

Denn nun wurde es Zeit für die Pfannenbrötchen. Mein Teigkloß war sehr schön aufgegangen. Ich teilte ihn in sechs Tei- le, rollte die zu Kugeln und drückte sie etwas flach. Dann buk ich sie zwei mal 5 Minuten von jeder Seite bei schwacher Hitze (Induktionsfeld Stufe 1). Der Test ergab das sie gut waren, sogar noch besser als beim letzten Mal. Das Intensive- re Kneten hatte zu besserem Aufgehen und zu lockereren Brötchen geführt.

Während die abkühlten stellte ich aus meinem zur Seite gelegten Teigkloß dieses Mal vier dünne Fladen her. Nun hatte ich also 6 Pfannenbrötchen und vier dünne Teigfladen. Da meine Frau von den beiden Wraps erst mal satt war konnte ich mich eine Weile daran erfreuen. Ehe ich aber auf die Idee kam sie zu fotografieren kam meine Tochter nach Hause und machte sich begeistert darüber her. Und so beeilte ich mich damit auch noch etwas ab zu bekommen.

Heute Morgen konnte ich gerade noch die Reste zu fotografieren, bevor sie in irgend welchen Mägen verschwanden:


Mein Experiment könnte man also als gelungen bezeichnen. Mehl, Wasser und etwas Salz, und schon hat man ein leckeres Abendbrot. Die Pfannenbrötchen sind etwas aufwendiger, aber nicht sehr und auch leicht hergestellt. 

Was ich noch erwähnen möchte: Ich habe natürlich, wie immer, mit Dinkelmehl gebacken, denn unser heutiger umge- züchteter Weizen verursacht nicht nur mir Bauchschmerzen.


Rezept-Links im Text: Pfannenbrötchen