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Mittwoch, 23. August 2023


Wenn man unsere katholische Kirche ohne störendes im Bild fotografieren möchte, muss man auch wieder zu besonderen Mitteln greifen. Hierfür habe ich meine digitale Spiegelreflexkamera verwendet um die Kirche in mehreren Bahnen übereinander ab zu fotografieren.
Zusammengesetzt habe ich dann die Bilder auf meinem Laptop mit dem Hugin Panoramaeditor. Noch ein bisschen Nachbearbeitung mit dem Photoshop, das war es.


 Unsere evangelische Kirche in voller Schönheit zu fotografieren ist schwierig. Wenn man weit genug weg ist um die ganze Kirche ins Bild zu bekommen sind Büsche, Baume, Laternen usw. im Weg und im Endeffekt mit im Bild.


Gut das es auf dem Smartphone Apps gibt, z. B. eine Panoramapp. Mit der App Bimostitch kann man die Kirche in mehreren Bahnen übereinander fotografieren oder per Video abscannen. Die App setzt dann die Fotos oder die Einzelbilder des Videos zu einem Bild zusammen.

So wie hier. Eine Laterne musste noch per Photoshop entfernt werden, dann noch ein bisschen Nachbearbeitung und fertig!

Freitag, 4. September 2015

Noch neuerer Adapter für alte analoge Objektive

Im letzten Beitrag hatte ich geschrieben dass ich mit meinem neuen Adapter zwar meine alten analogen Objektive ver- wenden kann, aber per Hand scharfstellen muß und dabei große Probleme habe.

An anderer Stelle im Internet tauschte ich mich mit anderen Leuten aus die auch mit alten analogen Objektiven fotogra- fieren, und da erfuhr ich das es diesen Adapter auch mit einem AF-Chip gibt. Dieser AF-Chip täuscht der Kamera ein digitales Objektiv vor.

Das hat den Effekt dass die Fokusmessfelder funktionieren. Man muss zwar noch per Hand einstellen, aber wenn der Fokus passt zeigen das Fokusmessfeld und der Schärfeindikator unter dem Bild an dass das Objektiv nun scharf ge- stellt ist. Ich habe mich also noch mal in Unkosten gestürzt und mir für  8,79€ + 3,00€ Versandkosten diesen Adapter bestellt: Elektronischer M42 M-42 AF Chip

Mittwoch, 19. August 2015

Neuer Adapter für alte analoge Objektive

Heute habe ich mal wieder ein ganz besonders Spielzeug für mein Fotohobby bekommen. Einen Adapter mit dessen Hilfe ich die Objektive und anderes Zubehör meiner alten analogen Spiegelreflexkamera  an meiner neuen digitalen Spiegelreflexkamera verwenden kann.

Allerdings muß man dabei auf jeglichen Komfort verzichten. Automatisch scharf stellen und automatisch die Blende ein- stellen geht nicht mehr, dass muss man von Hand machen. Wobei das Scharfstellen nicht so einfach ist. Beim Blick durch den Sucher zu beurteilen ob das Bild nun scharf ist oder nicht ist schon ein Problem. Gerade für ältere Herren mit schlechten Augen.

Freitag, 12. Juni 2015

Kirchenbild für Hochzeitszeitung

Für eine Hochzeitszeitung wurde ich nach einer speziellen Bildbearbeitung einer Kirche gefragt. Ich wußte auch nicht mehr so genau wie es geht deshalb ergoogelte ich mir diese Tutorial:

http://tex-block.de/photoshop/photoshop-tutorial-bleistift-zeichnung-erstellen/476/

Damit klappte das ganz gut.


Sonntag, 7. Juni 2015

Was man mit Bildbearbeitung machen kann Teil 4

Heute war ich mal wieder in Heppenheim unterwegs und habe mit meiner Kompaktkamera schnell einige Fotos geschossen. Damit möchte ich anhand eines, zugegeben Extrembeispiels, zeigen was so möglich ist. Also bitte nicht unbedingt auf die Qualität sondern nur auf die Machart achten, im "Ernstfall" geht man natürlich viel sorgfältiger vor, was dann allerdings auch mehr Zeit kostet.

Ich stand also in Heppenheim vor dem Dom St. Peter. Das ist ein sehr kleiner Platz und der Dom ist riesig. Selbst wenn man so weit zurück geht wie möglich kann man nur einen kleinen Teil des Doms fotografieren:


Mittwoch, 3. Juni 2015

Was man mit Bildbearbeitung machen kann Teil 2

In Städten, besonders in Altstädten, ist es oft ziemlich eng. Um ein bestimmtes Motiv, also im Allgemeinen ein Gebäude, aufs Bild zu bekommen muß man schon mit sehr viel Weitwinkel fotografieren. So bekommt man dann solche Bilder:


Samstag, 24. Januar 2015

Spaziergang in der Dämmerung

Bei diesen Bildern war mein Ziel die vorherrschende Dämmerung originalgetreu einzufangen. Die Kamera möchte alles was sie aufnimmt Standard-gemäß aufhellen. Deshalb muß man sie schon "beschummeln" und die Belichtungskorrektur auf Minuswerte einstellen.

Den genauen Wert muß man mit ein paar Probeaufnahmen, und deren Kontrolle auf dem Dispay der Kamera ausprobieren.


Montag, 27. Oktober 2014

Landschaftsfotografie und Schulterprobleme

Wenn man an einem trüben Tag mit der Kamera unterwegs ist, erscheint es ziemlich schwierig gute Bilder mit nach Hause zu bringen. Ob mir das mit den Bildern des vorigen Beitrages gelungen ist liegt, wie man so schön sagt, im Auge des Betrachters.

Jedenfalls habe ich mir Mühe gegeben, die im trüben Licht eher trist wirkenden Motive gut in Szene zu setzen. Auch um ein wenig zu üben, denn ich habe ja eine lange Zeit der Fotografie-Abstinenz hinter mir.

Dienstag, 13. August 2013

Waldspaziergang mit Experimenten

Als ich zu meinem heutigem Spaziergang aufbrach, war herrlichster Sonnenschein. Da konnte ich meinen Regenschirm zu Hause lassen... ...dachte ich. Frau und Tochter waren allerdings schon unterwegs gewesen, per Auto, und meinten dass es zwischendurch immer mal wieder zu Regenschauern käme. Also nahm ich das unbequeme Möbel doch mit, Gott sei Dank, wie sich später heraus stellte.

Zuerst war das Wetter allerdings nicht schlecht, und so konnte ich mich auf einer Waldwiese wieder an etwas versuchen was mir schon lange ein Anliegen ist, Schmetterlinge im Flug zu fotografieren. Ein ziemlich schwieriges, fast unmög- liches Unterfangen.

Da sich die Flügel sehr schnell bewegen, benötigt man eine extrem kurze Belichtungszeit. Dazu ist es schon mal sehr vorteilhaft wenn viel Licht da ist, also am besten im vollen Sonnenschein. Meine bisherige Versuche im Waldschatten... ...naja, Schwamm drüber. 

Allerdings reicht das volle Sonnenlicht immer noch nicht. Man arbeitet ja meistens mit dem Teleobjektiv und zoomt sich ziemlich nahe an das Objekt der Begierde heran. Da wird es schon wieder schlechter mit der Belichtung. Dem entgegen steuern kann man durch erhöhen des ISO-Wertes. Das ist zwar mit Qualitätsverlusten verbunden, bei einer digitalen Spiegelreflexkamera sieht man das aber kaum und allenfalls bei sehr hohen Werten.

Zu guter Letzt kommt natürlich noch das Problem mit dem Fokus, also dem Scharf stellen. Das klappt natürlich gar nicht, wenn man direkt den Schmetterling anvisiert, denn der ist ja ständig unterwegs. Also kann man nur auf das Gras, die Blumen usw. im ungefähren Flugbereich scharf stellen und ansonsten auf das Glück hoffen. 

Dann fleißig drauf los fotografiert, und wenn man Glück hat findet man zu Hause am PC unter all den vielen Fotos eins das halbwegs zu gebrauchen ist.

Froh sein kann man schon wenn der Schmetterling auch nur andeutungsweise zu erkennen ist.


Wenn schon Details zu erkennen sind noch froher.


Und so eine Aufnahme kann man, obwohl sie auch nicht ganz scharf ist, schon als gelungen bezeichnen:



Wie gesagt, nicht ganz scharf, aber von der Bildkomposition her doch sehr schön. Der auf die Blüte einschwebende Schmetterling, das hat schon was.

Den nächsten Schmetterling, jedenfalls die Art, habe ich schon öfter gezeigt. Er sonnte sich wieder in einem Sonnen- fleck im Wald. Im Wald habe ich, um kürzere Belichtungszeiten zu erreichen, immer einen Iso-Wert von mindestens 400 eingestellt. 


Als ich aber beim Fotografieren auf die Werte schaute, sah ich das ich da doch noch viel Spielraum hatte. Also versuch- te ich es noch mal mit Iso 100, dem Standardwert. Wer gute Augen hat kann ja mal schauen ob er Qualitätsunterschie- de sieht.


Zwischendurch lief mir ein aus der Operettenwelt her bekannter Vogel über den Weg:

Wer uns getraut? Ei sprich! Sag du's! - Der Dompfaff hat sich nicht getraut! ;-)

Da ist er der feige Hund... ...äääh... ...Vogel!


Und damit näherte sich mein Wetterglück dem Ende. Es wurde dunkel, kam zu vereinzelten Schauern und dann zu einem richtigem Platzregen. Der Schirm, den ich so lange mitgeschleppt hatte, und der mir beim Fotografieren immer wieder im Weg war, kam nun zum Einsatz. Dazu dass natürliche Schutzdach des Waldes, da konnte ich mich noch relativ wohl fühlen. 

Fotografieren war jetzt eher schlecht, aber Experimente gehen ja immer. Also versuchte ich die Situation in der ich mich gerade befand fotografisch darzustellen. Zunächst mit den normalen Einstellungen:


Ein schönes, relativ gut ausgeleuchtetes Waldbild, aber so war es eben nicht. Es war viel dunkler. Und so musste die Belichtungskorrektur ran, nach einigen Versuchen mit -1 2/3 (-1,67).


Das passt schon viel besser. Die Belichtungsautomatik der Kamera versucht immer das Bild gleichmäßig ausgeleuch- tet darzustellen. Im Normalfall ist das nicht schlecht, aber wenn man eben eine besondere Lichtsituation darstellen möchte hilft nur der Eingriff per Belichtungskorrektur.

So kann der geneigte Betrachter dann sehen in welche Situation man da hinein geraten ist:






Nach diesem Unwetter wurde es aber doch wieder schön. Das war auch gut so, denn wir hatten noch mit unserer Tochter eine Wohnungsbesichtigung zu absolvieren. Die war sehr erfolgreich, die Tochter ist ab nächsten Monat gut untergebracht. 

Zuerst dachte ich das ich nun wieder öfter an den Laptop komme. Die Wohnungssuche hat sich ja nun erledigt. Aber das war leider ein Irrtum. Die Wohnung muss ja nun auch eingerichtet werden, und da muss man Tausende von Dingen ergoogeln. Muß ich halt, so wie jetzt gerade, die Lücken nutzen, wenn die Tochter unterwegs ist.

Samstag, 10. August 2013

Wie wird ein gutes Foto?


Gestern hatte ich über den Weißabgleich geschrieben und auch die Belichtungskorrektur erwähnt. Außerdem hatte ich angedeutet dass ich um zu einem guten Foto zu kommen das selbe Motiv oft mehrmals aufnehme. Heute saß ich auf einem Klappstuhl in Mutters Vorgarten und spielte mit meiner Samsung herum. Und da kam mir die Idee mal zu zeigen wie so ein Weg zum guten Foto bei mir abläuft.

Ich fotografiere also ein Motiv, wie hier die Blume. An der Kamera ist noch alles auf Automatik eingestellt, also auch der Weißabgleich.


Dabei kommt dann so etwas (siehe oben) heraus. Viel zu hell, und total falsche Farben. Im Blütenkelch ist fast alles durch Überbelichtung weiß, es sind also keine Konturen zu erkennen. 

Nun wähle ich also, während ich das Motiv anvisiere und dabei aufs Display schaue einen anderen Weißabgleich. Wie fast immer ist auch hier Schatten die beste Wahl. Ich fotografiere also wieder.


Nun kommt die Farbe in etwa hin, nur ist alles viel zu hell. Die Überbelichtung im Blütenkelch ist auch nicht besser geworden. Also ist nun die Belichtungskorrektur (EV) dran und wird zum Beispiel auf -1 gestellt.


Schon besser, die Farbe der äußeren Blütenblätter ist satter, und innen im Blütenkelch erkennt man Konturen und außerdem das die inneren Blütenblätter nicht weiß, sondern leicht gelblich sind. 

Damit gebe ich mich aber nicht zufrieden, sondern fotografiere das Bild noch mal mit einer Belichtungskorrektur von -2. Dabei sehe ich gleich dass einige Bereiche des Bildes schon zu zu dunkel geworden sind.


Aber die kann ich nun später mit der Bildbearbeitung aufhellen und die, die ich perfekt finde so lassen. Und mit diesem Bild gebe ich mich dann endlich zufrieden.


Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt das es bei der Belichtungskorrektur nicht nur ganze Schritte gibt. Ich habe bei meinen Beispielen -1 und -2 verwendet. Bei meiner Samsung gibt es dazwischen noch Drittel-Schritte, also z. B. -1 1/3 und -1 2/3 usw.! Die dürfen auch gerne verwendet werden.

Freitag, 9. August 2013

Waldspaziergang, Weißabgleich und so weiter...

Meine digitale Spiegelreflexkamera (abgekürzt: DSLR), das Flaggschiff meiner Kameraflotte hat einen Vorteil, der sich aber auch schon mal, und gar nicht so selten, als Nachteil herausstellt. Es ist ein Vorteil das man die Objektive austauschen, und so dem jeweiligen Vorhaben anpassen kann. Als Nachteil stellt es sich heraus wenn man die Kamera durch das entsprechende Objektiv einem bestimmten Vorhaben angepasst hat, und plötzlich spontan einer Situation gegenübersteht wo nun gerade dieses Objektiv nicht geeignet ist.

Deshalb habe ich mir nun vorgenommen dass ich dann wenn ich meine DSLR verwenden möchte, eine zweite Kamera  mitnehme um so allen Fotosituationen gewachsen zu sein. Am besten wäre da als Zweitkamera meine Bridgekamera von Fuji geeignet. Die ist mit ihrem 18fachen Zoom wirklich allen Situationen gewachsen. Allerdings ist sie auch etwas größer und schwerer, deshalb habe ich dass erst mal verschoben. Heute habe ich also zu meiner DSLR mit angebautem Zoomobjektiv meine Samsung S85, also eine Kompaktkamera, am Gürtel mitgenommen. 

Mit der DSLR wollte ich alles was klein und/oder weit weg ist einfangen, die Samsung sollte den übrigen Bereich, wie z. B. Landschaftsbilder abdecken.

Ich experimentiere aber auch gerne und so kam mir, nachdem ich mit der DSLR das nächste Foto geschossen hatte, die Idee das gleiche Motiv auch noch mal mit der Samsung auszuprobieren.


Zuerst wollte ich sehen was mir die Automatik so anbietet:


Das sah weder gut aus noch dem Original den Farben nach ähnlich. Also versuchte ich es im P-Modus mit einem anderen Weißabgleich. Ich stellte also auf Schatten und versuchte mich noch mal am selben Motiv. Und siehe da: Schon viel besser, und die Farben originalgetreu:


Auch beim nächsten Bild gefiel mir das was die Automatik produziert hatte nicht so besonders:


Von den Farben her viel zu kalt, unecht sowieso, einfach nicht schön! Also erteilte ich der Automatik wieder die rote Karte und stellte den Weißabgleich auf Schatten:


Sieht doch viel angenehmer aus, oder? Außerdem sind die Farben so auch wieder ziemlich originalgetreu.

An guten Kameras kann man den Weißabgleich manuell einstellen. Dazu benötigt man aber ein wenig Fotowissen. Wer sich damit nicht beschäftigen möchte sollte aber doch mal die vorgegebenen Möglichkeiten ausprobieren. Dabei sollte man sich nicht unbedingt immer an den Namen orientieren (Sonne, Schatten, bewölkt, trüb usw.), sondern einfach mal aufs Display schauen, eine Einstellung nach der anderen wählen, und mit der, bei der das Bild am besten und möglichst originalgetreu aussieht das Foto machen. Z. B. sieht es auch bei strahlendem Sonnenschein oft besser aus wenn man Bewölkt, Schatten oder Trüb wählt weil die Bilder dann einfach wärmer aussehen. Mit der Automatik, oder der Einstel- lung Sonne, Tageslich usw. werden die Bilder oft viel zu kalt, oder sogar ziemlich verfälscht, wie man an den Beispielbildern sieht.

Wer will kann ja das selbe Motiv auch noch mal mit der Automatik, oder sogar mit allen möglichen Einstellungen foto- grafieren, und dann am PC entscheiden welches davon das Beste ist. Ich mache das jedenfalls oft so, wenn ich ein geduldiges Motiv habe das nicht wegläuft oder -fliegt bringe ich meistens mehrere Versionen davon, mit verschiedenem Weißabgleich und/oder verschiedenen Stufen der Belichtungskorrektur (EV), mit nach Hause.

Soviel also zum Weißabgleich. Außer diesen Test-Bildern habe ich natürlich noch andere mitgebracht. Ich hatte ja meine ganz tolle DSLR-Kamera mit, und damit sollten mir ja wohl ganz tolle Bilder gelungen sein. Ob das so ist?





  


Schmetterlinge zu fotografieren ist nicht leicht. Sie sind meistens in Bewegung, und wenn sie sich mal hinsetzen muss man schnell sein. Wobei mir aufgefallen ist dass die dunklen sich schon mal etwas länger auf einer geeigneten Unterlage aufhalten. Eine geeignete Unterlage ist zum Beispiel der Waldboden. Auf welken Blättern, Nadeln usw. sind sie kaum zu sehen. Selbst wenn man sieht wo sie sich niederlassen hat man oft Probleme sie durch den Sucher der Kamera zu finden.

Die hellen dagegen, die gut zu sehen sind, sind immer in Bewegung. Wenn sie sich mal landen ist es nur für kurze Zeit, und man muss schon sehr schnell sein um sie noch vor dem Abflug zu erwischen.

Manchmal findet man auch andere Arten von Insekten, die teilweise ziemlich skurril aussehen. Ich weiß nicht wie sie heißen, und vorgestellt haben sie sich auch nicht.



Vom Waldrand aus konnte ich eine besondere Art von Vogel sehen. Er war ziemlich weit weg, und ich musste durch ziemlich vieles hindurch fotografieren. Was für eine Art Vogel das wohl gewesen ist?

Sonntag, 5. Mai 2013

Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) oder besser nicht?


Mittlerweile habe ich ja einige Kameras in meiner Sammlung, zuletzt habe ich sie mit einer digitalen Spiegelre- flexkamera samt einigem Zubehör gekrönt. Obwohl ich mich da immer an die untere Grenze des Preisrahmens gehalten habe war das, für unsere Finanzverhältnisse, nicht gerade billig. Ein Profi (oder solche die sich dafür halten) würde allerdings meine Ausrüstung nur milde belächeln.

Ich bin dagegen schon recht zufrieden damit, obwohl ich auch immer wieder gerne auf meine anderen Kameras zurückgreife. Mit so einer digitalen Spiegelreflexkamera kann man wirklich sehr schöne Bilder machen. Man kann aber auch ohne Probleme voll daneben liegen. Auf Grund der Erfahrungen die ich inzwischen gesammelt habe würde ich jetzt sagen dass jemand der sich so eine Kamera kauft bereit sein muss sich mit der Kamera-Technik zu befassen, und dafür auch den nötigen Enthusiasmus und die nötige Zeit aufzubringen. Wer das nicht möchte, und einfach nur seine Tätigkeiten mit schönen Bildern dokumentieren will, sollte das Geld lieber für eine gute Bridge-Kamera mit einem ordentlichen Zoom ausgeben.

Das größte Problem dass ich dabei sehe ist die Schärfentiefe (auch Tiefenschärfe genannt), eigentlich ein großer Vorteil der Spiegelreflexkameras. Schärfentiefe bezeichnet in welcher Entfernung aufgenommene Gegenstände vor oder hinter dem scharf gestellten Motiv noch scharf, oder eben schon unscharf erscheinen. Bei  digitalen Spiegel- reflexkameras kann man das sehr genau steuern, was daran liegt dass sie einen größeren Sensor haben. Man kann sehr gut das eigentliche Motiv freistellen, wie es die Fotografen nennen, und was bedeutet dass das Motiv scharf dargestellt wird, der  Hintergrund aber so unscharf wir nur möglich ist, im Idealfall nur eine farbige Fläche.


Solche Bilder gelten als hohe Fotokunst, und es bedarf oft mehrerer Versuche mit jeweiliger Anpassung der Ein- stellungen bis man es zufriedenstellend hin bekommen hat. In entsprechenden Foren werden solche Bilder dann stolz gezeigt. 


Ich habe mich natürlich auch intensiv damit befasst, finde solche Bilder auch schön, aber mittlerweile betrachte ich sie auch ein wenig kritisch. Zunächst mal ist es ja nicht so wie es das Auge sieht. Man stelle sich vor man würde zum Beispiel nur die Kaffeetasse scharf sehen, die man in der Hand hält, und alles andere wäre nur ein bunter Farbenbrei! Da würde man sich sicher nicht sehr gut in der Welt zurecht finden.

Im Allgemeinen möchte man als "Normal-Fotograf" ja schon auch den Hintergrund mit auf dem Bild haben. Man wäre sicher nicht zufrieden wenn man im Urlaub seine Lieben vor besonderen Sehenswürdigkeiten fotografiert, und auf dem fertigen Bild dann diese Sehenswürdigkeiten nur als farbige Fläche sieht.

Bei normalen Digitalkameras, mit ihrem kleineren Sensor, ist das meist kein Problem. Die haben von Natur aus einen ziemlich großen Schärfentiefe-Bereich. Bei digitalen Spiegelreflexkameras kann das aber schon mal zum Problem werden. Die Tatsache dass man den Schärfentiefe-Bereich sehr genau einstellen kann, bedeutet im Umkehrschluss dass man es auch muss, wenn man einen bestimmten Erfolg erzielen will. Selbst wenn man in den automatischen und halbautomatischen Modi der Kamera fotografiert, sollte man ein Auge auf die von der Kamera gewählten Einstellungen haben, wenn man nicht ein negative Überraschung erleben möchte und Bilder erhält, die mit einer guten Kompakt- oder Bridge-Kamera besser geworden wären.

Gerade befinden wir uns ja in der Zeit wo alles anfängt zu blühen und zu grünen. Dem entsprechend ziehe ich mit meinen Kameras durch die Gegend und versuche all das Grünen und Blühen fotografisch einzufangen. Wenn ich dazu meine Spiegelreflexkamera mitnehme stehe ich schnell vor den oben angegebenen Problemen und erhalte z. B. so ein Bild:


Obwohl ich Blende 9 verwendet habe, was z. B. in der Landschaftsfotografie schon für eine hohe Schärfentiefe steht, sind nur die Blüten rechts im Vordergrund scharf geworden. Schon die Blüten die sich nur etwas weiter hinten befinden sind unscharf geworden und die auf der rechten Seite sowieso. Die hätte ich gerne alle scharf gehabt.

Leider kann ich kein direktes Vergleichsfoto anbieten, da die Karte aus meiner Bridge-Kamera sich genau diese Gelegenheit ausgesucht hat das Zeitliche zu segnen. Aber das nächste Foto, dass ich ohne auf die Einstellungen zu achten, mit der P-Funktion meiner Bridge-Kamera geschossen habe zeigt sicher auch das man sich bei "nor- malen" Digitalkameras keine all zu großen Gedanken um die Schärfentiefe machen muss.


Um das Überstrahlen der hellen Bereiche zu verhindern habe ich die Belichtungskorrektur auf -1 gestellt, das war es dann aber auch schon.

Ich würde meine digitale Spiegelreflexkamera nicht mehr missen wollen. Man kann ganz tolle Bilder damit ma- chen. Wenn man die Zeit und die Mühe aufbringen will. Das habe ich schon reichlich getan, aber das schützt mich nicht davor auch mal das eine oder schlechte Bild zu machen. Aus den verschiedensten Gründen, unter anderem auch sehr gerne weil ich vergessen habe eine spezielle Einstellung wieder rückgängig zu machen.

Auch um auf eine spontane Situation zu reagieren ist eine digitale Spiegelreflexkamera nicht so gut geeignet. Meistens hat man gerade das falsche Objektiv drauf und die falschen Einstellungen sowieso. Da ist eine Bridge-Kamera mit ordentlichem Zoom wesentlich besser geeignet. Gerade hat man noch ein Bienchen auf einer Blüte fotografiert und im nächsten Moment hat man sich schon aufgerichtet den plötzlich am Himmel auftauchenden Raubvogel heran gezoomt und abgelichtet.

Wer also sehnsüchtig auf eine digitale Spiegelreflexkamera schielt, und immer wieder seine Finanzen auf die Erfüllbarkeit seines Wunsches prüft, sollte es sich gut überlegen.

Montag, 8. Oktober 2012

Motivsuche mit der LED-Handlampe


Wenn ich etwas suche, und es partout nicht finden kann hilft mir oft ein Trick: Ich verdunkele den Raum und bege- be mich mit einer Taschenlampe auf die Suche. Meistens stelle ich dann fest, dass ich an dem was ich suche schon mehrmals vorbei geschaut habe. Ich habe es einfach aus der Vielfalt der Dinge vor meinen Augen nicht he- raus filtern können. Dadurch das ich mein Sichtfeld auf den Lichtkreis der Taschenlampe beschränke, werde ich durch Dinge die sich außerhalb des Kreises befinden, nicht mehr abgelenkt. Und schon sehe ich viel klarer.

Im Baumarkt entdeckte ich vor einiger Zeit eine LED-Handlampe mit 24 weißen LEDs. Allerdings kostete sie fast 6 Euro, und da ich leichte Probleme habe mich von meinem Geld zu trennen, nahm ich erst mal keine mit. Aber ir- gendwie ging sie mir nicht aus dem Kopf. Und als meine Frau mal wieder los fuhr um sich mit einer Freundin im Cafe, das sich im Eingangsbereich des Baumarkts befindet, zu treffen, bat ich sie mir die Lampe mit zu bringen. Und das machte sie dann auch.

Das ich diese Lampe gerne haben wollte hatte natürlich einen Grund. Wer mich kennt wird es sicher ahnen: Einen fotografischen! Ich wollte nämlich meinen Taschenlampentrick für die Motivsuche verwenden. Ich hatte nicht gleich Zeit, aber heute Abend war es soweit. Ich wartete bis es dunkel war, und zog dann mit Handlampe und Taschen- lampe los. Ob sich die Motivsuche gelohnt hat liegt natürlich im Auge des Betrachters.







Wer es mal selber ausprobieren möchte, sollte folgendes beachten:
 
Ich habe es (noch) nicht ausprobiert, aber ich bin davon überzeugt dass solche Bilder im Automatik-Modus nicht gelingen werden. Die Kamera versucht ja alle Bilder gleichmäßig hell zu machen, sie wird also versuchen die dunklen Bereiche aufzuhellen, wodurch dann die hellen Teile überstrahlen und an Zeichnung verlieren.
 
Man sollte aber zumindest den P-Modus verwenden. Wer sich gut auskennt, und so etwas an seiner Kamera hat, darf es natürlich gerne im Av- oder M-Modus versuchen! Aber da nicht jede Kamera so etwas hat bleibe ich mal beim P-Modus.
 
Der P-Modus ist ein Automatik-Modus in dem man einige Möglichkeiten zum Eingreifen hat. Zum Beispiel kann man einstellen wie die Kamera die Belichtung misst. Normalerweise ist, wie in der Automatik, der Mehrfeldmodus eingestellt. Das ganze Bild wird bei der Messung berücksichtigt, und wie schon beschrieben möglichst ausgeglichen belichtet. Mit der Spot- oder Selektivmessung, je nachdem was die Kamera hat und was am besten klappt, wird erreicht dass nur der Teil des Bildes gemessen wird der im Lichtkreis der LED-Lampe liegt, der Rest bleibt dunkel.
 
Falls der Teil im Lichtkreis zu hell oder zu dunkel wird, kann man das ausgleichen indem man bei der Belich- tungskorrektur einen Minus- (wenn zu hell) oder Plus-Wert (wenn zu dunkel) einstellt.
 
Letztendlich kann man das Bild natürlich noch in der Bildbearbeitung aufwerten, aber das zu beschreiben würde hier zu weit führen.

Sonntag, 30. September 2012

Spazieren und Fotografieren

Wenn man oft im Umfeld der eigenen Wohnung spazieren geht, wandelt man natürlich auf reichlich ausgetretenen Pfaden. Zum Naturerlebnis spielt das keine Rolle, da kommt es auf die Bewegung in der frischen Luft und wenn möglich im Sonnenschein an. 

Wenn man allerdings Hobby-Fotograf ist, und bei so einem Spaziergang auch gerne die Kamera verwenden möch- te, kann man schon Probleme bekommen. Geeignete Motive zu finden ist nicht immer einfach, und auf einem Weg den man schon unzählige Male fotografierend begangen hat, schon gar nicht.

Allerdings sehe ich beim Fotografieren auch immer den Lerneffekt, so kann man ja immer wieder das selbe foto- grafieren und dabei hoffentlich immer besser werden. Dass es dann für die Betrachter der Fotos nicht langweilig wird, wenn man einige der Ergebnisse zeigt, kann man nur hoffen.

Beim ersten Bild habe ich versucht einige Lehrsätze zur Landschaftsfotografie zu verwenden. Vordergrundobjekte, wie hier die Pflanzen am Wegrand, sollen ein Bild interessanter machen und zur räumlichen Darstellung beitragen. Die Reihe der Strommasten, die Linien im abgeernteten Feld, und evtl. auch die Linie des Waldrandes sollen den Betrachter ins Bild ziehen auf die Häuser im Hintergrund zuführen.  Die Trennlinie zwischen Himmel und Erde ist im Verhältnis 1/3 zu 2/3 gewählt. Das Licht ist nicht ganz so toll, da große Teile der Landschaft im Wolkenschat- ten lagen.


Soweit es ohne große Verrenkungen möglich ist, und es nicht so hell dass man auf dem Display nichts erkennen kann, bevorzuge ich beim Fotografieren mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera meistens die folgende Vorge- hensweise:

Die Kamera, die ich am Trageband um den Hals trage, drücke ich soweit vor meinem Gesicht nach vorne, dass das Trageband gespannt ist. Das ergibt eine stabile Haltung, mindert die Verwackelungsgefahr, und ermöglicht mir einen bequemen Blick auf das Display. Nun betrachte ich das was ich auf dem Display sehe genau so wie ich später das Foto betrachten und beurteilen würde. Wie ist die Bildaufteilung? Steht irgendwas im Weg? Wird irgendwas abgeschnitten, oder durch anders abgedeckt? 

Dazu verwende ich auch die Linien zum goldenen Schnitt oder zur Drittel-Regel die ich einblenden kann. Oft wechsele ich dann noch meinen Standpunkt, ein Schritt zur Seite kann z. B. ein Teil eines Hauses das durch einen Busch im Vordergrund abgedeckt wird ins Bild bringen. Oft zoome ich noch ins Bild hinein oder daraus heraus um den Bildausschnitt ausgewogener zu machen.

Als Beispiel habe ich mal einen Blick in unser Tal:


Als Vordergrund habe ich hier die Leitplanke mit einigen dahinter stehenden Gewächsen genommen. Eigentlich habe ich für die Gestaltung die Linien zum goldenen Schnitt genommen. Das Verhältnis Erde/Himmel stimmt, nur habe ich die rechte Hilfslinie so ausgerichtet das der Baum rechts zum Motiv wird. Dabei ist er eher Statist in die- sem Bild, der Talblick soll ja Hauptdarsteller sein. So teilt er nun eigentlich das Bild auf, links der Talblick rechts ein Blick auf die Hangwiese. Das Auge des Betrachters irrt so im Bild hin und her.

Also versuche ich es mit einer günstigeren Aufteilung und rücke den Baum an den rechten Rand.


Das ist schon weniger irritierend, das Bild wird nicht mehr durch den Baum aufgeteilt, sondern eher eingerahmt. Allerdings ist auf der linken Seite einiges unsehenswertes, und der hohe Baum halblinks wirkt auch etwas deplat- ziert. Also wähle ich nun den Ausschnitt noch etwas enger.


So finde ich das Bild schon ausgewogener, die Leitplanke mit den Gewächsen bildet, obwohl auch beschnitten, immer noch den Vordergrund, dahinter führt der Blick ins Tal, das links und rechts von Bäumen von Bäumen ge- rahmt ist. Dazu im Hintergrund ein zartblauer Himmel mit weißen Wolken. Fast perfekt, finde ich!

Seit einiger Zeit behindert eine Baustelle unseren Einkaufsweg. Die rotweißen Absperrungen bringen willkommene Farbe ins Bild, also wollte ich das so festhalten.


Hier gefiel mir nun auch die Aufteilung nicht so wirklich. Der Baum im linken Bereich nahm mir zu viel Platz ein, und trennte auch ein Teil des Bildes ab.


Schon besser, aber nun habe ich rechts nicht aufgepasst, da ist noch etwas Platz verschwendet. Also noch mal:


So kann man das Bild nun lassen, finde ich. Außer man möchte noch eins drauf setzen und z. B. das 16 : 9-For- mat verwenden.


Naja, keine besonders tollen Motive, aber zum Üben reicht es. Auch ein einfacher Baum kann, wenn ein interes- santer Ausschnitt gut ins Bild gesetzt wird, zu einem interessanten Bild werden.


Mittlerweile hatte es angefangen zu dämmern. Das gab mir die Möglichkeit etwas anderes auszuprobieren. Die automatische Belichtung der Kamera versucht immer ein Bild in normaler Helligkeit einzustellen. So dass also ein Bild das abends aufgenommen wird, genau so hell ist wie eins das bei hellem Mittagslicht aufgenommen wird. Wenn man möchte dass das Motiv gut und deutlich gesehen wird ist das gut. Aber was ist wenn man möchte dass das Bild genau die vorhandene Lichtsituation darstellen soll?

Zuerst mal ein Bild das ich mit automatischer Belichtung fotografiert habe:


Von der Belichtung her kein schlechtes Bild (alles andere lassen wir mal außen vor! ;-) ), aber von Dämmerung ist nichts zu sehen.

Gott sei Dank hat ein schlauer Mensch die Belichtungskorrektur erfunden. Ich stellte sie also in den Minus-Bereich und hatte nach einiger Ausprobiererei ein Bild dass den Original-Lichtverhältnissen entspricht.


Beim nächsten Bild kann man auch kaum glauben dass es in der Dämmerung aufgenommen wurde. 


Also wieder Belichtungskorrektur im Minus-Bereich und schon sieht es in etwa original aus:


Diese Motive machen natürlich nicht so sehr viel her. Aber irgendwann kommt man sicher mal in die Situation dass man eine besondere Lichtstimmung darstellen möchte, aber die Kamera stur die 08/15-Belichtung einstellt. Für solche Fälle, unter anderen, gibt es die Belichtungskorrektur. Es lohnt sich wenn man sich damit vertraut macht. Ausprobieren kostet ja, zumindest bei einer Digitalkamera, nichts!