So, endlich mal wieder Zeit für's Bloggen. In Tochters neuer Wohnung ist
soweit alles fertig. Heute habe ich noch eine Wohnzimmerlampe montiert.
Ein paar Vorhangstangen warten noch auf die Montage, aber das kommt
jetzt so nach und nach. In nächster Zeit auch noch je eine Lampe für die
Küche und das Esszimmer und vielleicht noch das eine oder andere
Kleinmöbel. Aber dafür muss erst mal das Sparschwein wieder heran
gefüttert werden.
 
Eigentlich wollte ich ja nach meiner OP und anschließender
Wundheilungszeit erst mal ganz vorsichtig wieder mit grö- ßerer
Belastung anfangen. Deshalb war ich auch sehr froh das sie alle ihre
Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen beim Renovieren und Zusammenbau
der Möbel helfen wollten. Von all denen packte dann aber nur eine junge
Dame mit an. Alle anderen kamen zwar, schauten aber nur, plauderten,
tranken Kaffee, aßen was gerade da hatten und verschwanden dann wieder.
 
Alle Wände und Decken sind mit Raufaser tapeziert und mussten gestrichen
werden. In der Küche musste an zwei Wänden die Rauhfaser abgerissen und
neu tapeziert werden. Beim Streichen der Räume und abreißen der
Rauhfaser in der Küche packte die junge Dame wirklich tatkräftig mit an.
Dann hatte sie aber auch keine Zeit mehr. Und so stand unsere Tochter
einsam und alleine auf ihrer Baustelle.
 
Es half also nichts, der Vater musste ran! Zuerst mal die Küche
tapezieren. Gestrichen wurde sie dann von Mutter und Tochter. Der Vater
hatte nämlich genug mit den diversen Möbeln zu tun die zusammen gebaut
werden mussten. Zuerst der Schlafzimmerschrank, dann eine Schrankwand
fürs Wohnzimmer, eine Essecke, Sideboard und Vitrinenschrank fürs
Esszimmer. Dazu noch Lampen montieren, ein Verdunklungsrollo im
Schlafzimmer usw.!
 
Mutter und Tochter halfen zwar wo sie konnten, aber für die meisten
Dinge hatte eben nur ich die Erfahrung und das handwerkliche Können.
Außerdem gab es ja noch genug anderes zu tun. Putzen, ein und umräumen,
Essen kochen usw.
 
Schließlich musste, trotz der neuen Möbel, auch noch ein Umzug
stattfinden. Ihr Bett musste auseinander genommen, transportiert und
wieder zusammen gebaut werden. Auch ein paar andere Möbel, sowie ihre
Kleidung und sonstiger Be- sitz mussten umziehen. Es gab also genug zu
tun, und so haben wir nun fast zwei Wochen nur gearbeitet, geschlafen,
weitergearbeitet.... ....usw!
 
Aber, wie geschrieben, das Licht am Ende des Tunnels ist in Sicht. Muss
ja auch, denn am Montag geht für mich der Berufsalltag wieder los.
 
Eine Sofaecke, sowie die Küchenzeile werden demnächst noch geliefert. Das
dauert noch einige Wochen. Damit unsere Tochter aber schon in ihrer
Wohnung leben kann, haben wir unseren Tapeziertisch als provisorische
Arbeitsplatte in die Küche gestellt. Darauf steht eine
Induktionskochplatte, Kaffeemaschine und was man noch so an elektrischen
Geräten braucht.
 
Unsere Tochter ist also nun in ihre erste eigene Wohnung eingezogen.
Allerdings nicht nur sie, da würde sie sich zu einsam fühlen. Die Mutter
ihrer Schulfreundin züchtet Katzen und hat ihr den ca. vier Monate
alten Kater Rocky "spen- diert"! Am Anfang war er noch etwas scheu. Aber
mittlerweile ist er schon ein kleiner Rowdy. Während unsere Tochter auf
der Arbeit ist schauen wir ab und zu nach ihm.
 
Meine Frau kann ihn wegen einer Allergie nicht anfassen, aber Gott sei
Dank habe ich solche Probleme nicht und so kann ich ihn ordentlich
"durchknuddeln". Am liebsten legt er sich auf den Rücken und lässt sich
den Bauch, und beson- ders unter dem Kinn kraulen. Das artet dann schon
mal in einen kleine Ringkampf aus, er umklammert meinen Arm und wälzt
sich herum als wolle er mich per Judogriff umwerfen.
 
Zum Spazieren gehen und Fotografieren bin ich nicht gekommen währen
dieser Zeit. Aber wenigstens zum Fotografieren komme ich jetzt wieder,
und somit kann ich euch hier den Kater Rocky vorstellen:
Den Namen hat unsere Tochter schon gewählt bevor sie ihn"persönlich"
kannte. Aber er passt, denn wenn er mit seinem Spielzeug durch die
Wohnung tobt ist er schon ein kleiner Rocker.