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Samstag, 25. Juli 2015

Genesungs-Spaziergang

Gestern war ich mal wieder unterwegs. ich bin zur Zeit krank, allerdings schon auf dem Weg der Besserung. Aber wie immer hat auch dieses Mal meine Kondition gelitten, und so mache ich mich, bevor die Arbeit wieder los geht, durch Bewegung wieder fit. Natürlich immer in Begleitung wenigstens einer Kamera.

Gestern war die DSLR mit dabei, und das war auch gut so. In der normalen Welt war Motiv-mäßig nicht so viel los, und so mußte ich teilweise in den Mikrokosmos, also die Welt der kleinen Dinge, abtauchen. Das klappt ganz gut wenn man das Teleobjektiv vorschraubt und den Iso-Wert erhöht. 400 auf der Wiese und 800 im Wald. Das Gute an so einer DSLR ist ja auch dass auch Ausschnitte (Crops) der Fotos gute Bilder ergeben.


Donnerstag, 27. Februar 2014

Wo die Sonne ist, ist das Motiv...


...so hat es jedenfalls ein Profi-Fotograf in einem seiner Bücher geschrieben. Ich finde das er da gar nicht so unrecht hat. Von meinem Spaziergang wäre ich jedenfalls ohne Fotos nach Hause zurück gekehrt, wenn ich nicht immer wieder Stellen gefunden hätte die von der schräg stehenden Sonne in ein fast mythisches Licht getaucht wurden.

Zum Beispiel ein alter Steinbruch. Mir taten schon vom Laufen die Beine weh, trotzdem bin ich einen steilen Hang hinaufgeklettert um für dieses Bild in die richtige Schussposition zu kommen.


Sogar ein paar "einfache" Bäume werden durch die Zugabe von Sonnenlicht zu echten Hinguckern. 





Wird es denn nun wirklich Frühling? Oder schlägt irgendwann doch noch der Winter zu? Schneeglöckchen sind jedenfalls schon lange da. Krokusse auch, davon ist mir allerdings noch kein gutes Bild gelungen.


An unserer Hecke wagt sich auch das erste grün ans Licht. Die Natur scheint sich sicher zu sein dass der Winter sich nicht mehr sehen lässt.


Dienstag, 4. Februar 2014

Ein neues Leben


Ein großer Titel für einen kleinen Beitrag. Aber wenn es nun mal so ist darf man es ja sicher auch so schreiben. Ich hatte in meinem letzten Beitrag davon berichtet das bei mir ein prägnanter B12-Mangel festgestellt wurde. Behoben werden soll er durch, zunächst einmal, fünf Spritzen. Heute Nachmittag bekomme ich die dritte davon.

Zwei habe ich also schon erhalten. Und... ...ja... ...wie soll ich es nur beschreiben? Ich platze fast vor Energie und Kraft, ich kann nicht mehr lange auf der Couch sitzen, in mir ist ein Bewegungsdrang der mich an die Arbeit oder zu einem Marsch durch den Wald zwingt. Alles ist anders, ich fühle mich wie aus einem Dornröschenschlaf erwacht, sehe die Welt mit ganz anderen Augen, nehme alles viel intensiver wahr, das Essen schmeckt mir unvergleichlich besser als vorher, mein Kopf arbeitet besser usw., usw.!

Ich breche nach der Arbeit nicht mehr auf der Couch zusammen, sondern esse gemütlich mein Mittagessen und gehe dann frisch und ausgeruht an die Arbeit, auf Einkaufstour oder was sonst so anfällt. Auf der Arbeit bin ich wieder der Leader der alle Fäden in der Hand hat und löse Probleme "am laufenden Band"! Ich kann auch wieder lange und aus- dauernd reden, sehr zur Verwunderung meiner Kollegen, die sich schon an meine Einsilbigkeit gewöhnt hatten.

Also wie ich schon im Titel schrieb: ein neues Leben! 

Am Sonntag hat es mich in den Wald getrieben. Eine Kamera hatte ich natürlich auch mit, viel fotografiert habe ich aber nicht. Ich war so begeistert von meiner neuen Kraft und Energie das ich wie aufgedreht durch den Wald "galoppiert" bin, einen Berg nach dem anderen hinauf gespurtet, und so meinen 3-Stunden Spaziergang in weniger als der Hälfte der Zeit absolviert habe. 

Ein wenig fotografiert habe ich dann doch, wobei ich aus vollem Lauf stehen bleiben und trotzdem die Kamera total ruhig halten konnte. Kein bisschen Gewackel wegen Atemnot oder Erschöpfung!

Viele lohnende Motive gab es nicht, die Landschaft ist ja noch reichlich kahl. Und so habe ich mich auf einige Licht- situationen beschränkt. Wenn die Sonne tief steht und seitlich in die Landschaft leuchtet sieht auf einmal etwas ganz banales wunderschön aus.


Leider kann man mit so einem Bild die Realität nur annähernd wieder geben. Wer sie selbst einmal genießen möchte, sollte sich selbst mal spät nachmittags an einem sonnigen Tag in die Natur begeben.


Als ich zu Hause ankam war ich nicht erschöpft, sondern fühlte mich frisch und fit und hätte gleich wieder los laufen können.

Also alles ganz toll. Was mich ein wenig traurig macht ist die Tatsache dass ich zurück blickend erkennen muss das ich dieses Problem wohl schon sehr lange hatte. Es war wirklich schon sehr lange so, dass ich mich müde, erschöpft und wenig leistungsfähig fühlte. Ich war auch oft krank ohne dass man genau hätte sagen können was ich habe. Das wurde dann auf den Kreislauf geschoben, evtl. einem Virus oder ähnlichem.

Wie hätte mein Leben verlaufen können wenn das Problem schon viel früher erkannt worden wäre?

Dienstag, 13. August 2013

Waldspaziergang mit Experimenten

Als ich zu meinem heutigem Spaziergang aufbrach, war herrlichster Sonnenschein. Da konnte ich meinen Regenschirm zu Hause lassen... ...dachte ich. Frau und Tochter waren allerdings schon unterwegs gewesen, per Auto, und meinten dass es zwischendurch immer mal wieder zu Regenschauern käme. Also nahm ich das unbequeme Möbel doch mit, Gott sei Dank, wie sich später heraus stellte.

Zuerst war das Wetter allerdings nicht schlecht, und so konnte ich mich auf einer Waldwiese wieder an etwas versuchen was mir schon lange ein Anliegen ist, Schmetterlinge im Flug zu fotografieren. Ein ziemlich schwieriges, fast unmög- liches Unterfangen.

Da sich die Flügel sehr schnell bewegen, benötigt man eine extrem kurze Belichtungszeit. Dazu ist es schon mal sehr vorteilhaft wenn viel Licht da ist, also am besten im vollen Sonnenschein. Meine bisherige Versuche im Waldschatten... ...naja, Schwamm drüber. 

Allerdings reicht das volle Sonnenlicht immer noch nicht. Man arbeitet ja meistens mit dem Teleobjektiv und zoomt sich ziemlich nahe an das Objekt der Begierde heran. Da wird es schon wieder schlechter mit der Belichtung. Dem entgegen steuern kann man durch erhöhen des ISO-Wertes. Das ist zwar mit Qualitätsverlusten verbunden, bei einer digitalen Spiegelreflexkamera sieht man das aber kaum und allenfalls bei sehr hohen Werten.

Zu guter Letzt kommt natürlich noch das Problem mit dem Fokus, also dem Scharf stellen. Das klappt natürlich gar nicht, wenn man direkt den Schmetterling anvisiert, denn der ist ja ständig unterwegs. Also kann man nur auf das Gras, die Blumen usw. im ungefähren Flugbereich scharf stellen und ansonsten auf das Glück hoffen. 

Dann fleißig drauf los fotografiert, und wenn man Glück hat findet man zu Hause am PC unter all den vielen Fotos eins das halbwegs zu gebrauchen ist.

Froh sein kann man schon wenn der Schmetterling auch nur andeutungsweise zu erkennen ist.


Wenn schon Details zu erkennen sind noch froher.


Und so eine Aufnahme kann man, obwohl sie auch nicht ganz scharf ist, schon als gelungen bezeichnen:



Wie gesagt, nicht ganz scharf, aber von der Bildkomposition her doch sehr schön. Der auf die Blüte einschwebende Schmetterling, das hat schon was.

Den nächsten Schmetterling, jedenfalls die Art, habe ich schon öfter gezeigt. Er sonnte sich wieder in einem Sonnen- fleck im Wald. Im Wald habe ich, um kürzere Belichtungszeiten zu erreichen, immer einen Iso-Wert von mindestens 400 eingestellt. 


Als ich aber beim Fotografieren auf die Werte schaute, sah ich das ich da doch noch viel Spielraum hatte. Also versuch- te ich es noch mal mit Iso 100, dem Standardwert. Wer gute Augen hat kann ja mal schauen ob er Qualitätsunterschie- de sieht.


Zwischendurch lief mir ein aus der Operettenwelt her bekannter Vogel über den Weg:

Wer uns getraut? Ei sprich! Sag du's! - Der Dompfaff hat sich nicht getraut! ;-)

Da ist er der feige Hund... ...äääh... ...Vogel!


Und damit näherte sich mein Wetterglück dem Ende. Es wurde dunkel, kam zu vereinzelten Schauern und dann zu einem richtigem Platzregen. Der Schirm, den ich so lange mitgeschleppt hatte, und der mir beim Fotografieren immer wieder im Weg war, kam nun zum Einsatz. Dazu dass natürliche Schutzdach des Waldes, da konnte ich mich noch relativ wohl fühlen. 

Fotografieren war jetzt eher schlecht, aber Experimente gehen ja immer. Also versuchte ich die Situation in der ich mich gerade befand fotografisch darzustellen. Zunächst mit den normalen Einstellungen:


Ein schönes, relativ gut ausgeleuchtetes Waldbild, aber so war es eben nicht. Es war viel dunkler. Und so musste die Belichtungskorrektur ran, nach einigen Versuchen mit -1 2/3 (-1,67).


Das passt schon viel besser. Die Belichtungsautomatik der Kamera versucht immer das Bild gleichmäßig ausgeleuch- tet darzustellen. Im Normalfall ist das nicht schlecht, aber wenn man eben eine besondere Lichtsituation darstellen möchte hilft nur der Eingriff per Belichtungskorrektur.

So kann der geneigte Betrachter dann sehen in welche Situation man da hinein geraten ist:






Nach diesem Unwetter wurde es aber doch wieder schön. Das war auch gut so, denn wir hatten noch mit unserer Tochter eine Wohnungsbesichtigung zu absolvieren. Die war sehr erfolgreich, die Tochter ist ab nächsten Monat gut untergebracht. 

Zuerst dachte ich das ich nun wieder öfter an den Laptop komme. Die Wohnungssuche hat sich ja nun erledigt. Aber das war leider ein Irrtum. Die Wohnung muss ja nun auch eingerichtet werden, und da muss man Tausende von Dingen ergoogeln. Muß ich halt, so wie jetzt gerade, die Lücken nutzen, wenn die Tochter unterwegs ist.

Freitag, 9. August 2013

Waldspaziergang, Weißabgleich und so weiter...

Meine digitale Spiegelreflexkamera (abgekürzt: DSLR), das Flaggschiff meiner Kameraflotte hat einen Vorteil, der sich aber auch schon mal, und gar nicht so selten, als Nachteil herausstellt. Es ist ein Vorteil das man die Objektive austauschen, und so dem jeweiligen Vorhaben anpassen kann. Als Nachteil stellt es sich heraus wenn man die Kamera durch das entsprechende Objektiv einem bestimmten Vorhaben angepasst hat, und plötzlich spontan einer Situation gegenübersteht wo nun gerade dieses Objektiv nicht geeignet ist.

Deshalb habe ich mir nun vorgenommen dass ich dann wenn ich meine DSLR verwenden möchte, eine zweite Kamera  mitnehme um so allen Fotosituationen gewachsen zu sein. Am besten wäre da als Zweitkamera meine Bridgekamera von Fuji geeignet. Die ist mit ihrem 18fachen Zoom wirklich allen Situationen gewachsen. Allerdings ist sie auch etwas größer und schwerer, deshalb habe ich dass erst mal verschoben. Heute habe ich also zu meiner DSLR mit angebautem Zoomobjektiv meine Samsung S85, also eine Kompaktkamera, am Gürtel mitgenommen. 

Mit der DSLR wollte ich alles was klein und/oder weit weg ist einfangen, die Samsung sollte den übrigen Bereich, wie z. B. Landschaftsbilder abdecken.

Ich experimentiere aber auch gerne und so kam mir, nachdem ich mit der DSLR das nächste Foto geschossen hatte, die Idee das gleiche Motiv auch noch mal mit der Samsung auszuprobieren.


Zuerst wollte ich sehen was mir die Automatik so anbietet:


Das sah weder gut aus noch dem Original den Farben nach ähnlich. Also versuchte ich es im P-Modus mit einem anderen Weißabgleich. Ich stellte also auf Schatten und versuchte mich noch mal am selben Motiv. Und siehe da: Schon viel besser, und die Farben originalgetreu:


Auch beim nächsten Bild gefiel mir das was die Automatik produziert hatte nicht so besonders:


Von den Farben her viel zu kalt, unecht sowieso, einfach nicht schön! Also erteilte ich der Automatik wieder die rote Karte und stellte den Weißabgleich auf Schatten:


Sieht doch viel angenehmer aus, oder? Außerdem sind die Farben so auch wieder ziemlich originalgetreu.

An guten Kameras kann man den Weißabgleich manuell einstellen. Dazu benötigt man aber ein wenig Fotowissen. Wer sich damit nicht beschäftigen möchte sollte aber doch mal die vorgegebenen Möglichkeiten ausprobieren. Dabei sollte man sich nicht unbedingt immer an den Namen orientieren (Sonne, Schatten, bewölkt, trüb usw.), sondern einfach mal aufs Display schauen, eine Einstellung nach der anderen wählen, und mit der, bei der das Bild am besten und möglichst originalgetreu aussieht das Foto machen. Z. B. sieht es auch bei strahlendem Sonnenschein oft besser aus wenn man Bewölkt, Schatten oder Trüb wählt weil die Bilder dann einfach wärmer aussehen. Mit der Automatik, oder der Einstel- lung Sonne, Tageslich usw. werden die Bilder oft viel zu kalt, oder sogar ziemlich verfälscht, wie man an den Beispielbildern sieht.

Wer will kann ja das selbe Motiv auch noch mal mit der Automatik, oder sogar mit allen möglichen Einstellungen foto- grafieren, und dann am PC entscheiden welches davon das Beste ist. Ich mache das jedenfalls oft so, wenn ich ein geduldiges Motiv habe das nicht wegläuft oder -fliegt bringe ich meistens mehrere Versionen davon, mit verschiedenem Weißabgleich und/oder verschiedenen Stufen der Belichtungskorrektur (EV), mit nach Hause.

Soviel also zum Weißabgleich. Außer diesen Test-Bildern habe ich natürlich noch andere mitgebracht. Ich hatte ja meine ganz tolle DSLR-Kamera mit, und damit sollten mir ja wohl ganz tolle Bilder gelungen sein. Ob das so ist?





  


Schmetterlinge zu fotografieren ist nicht leicht. Sie sind meistens in Bewegung, und wenn sie sich mal hinsetzen muss man schnell sein. Wobei mir aufgefallen ist dass die dunklen sich schon mal etwas länger auf einer geeigneten Unterlage aufhalten. Eine geeignete Unterlage ist zum Beispiel der Waldboden. Auf welken Blättern, Nadeln usw. sind sie kaum zu sehen. Selbst wenn man sieht wo sie sich niederlassen hat man oft Probleme sie durch den Sucher der Kamera zu finden.

Die hellen dagegen, die gut zu sehen sind, sind immer in Bewegung. Wenn sie sich mal landen ist es nur für kurze Zeit, und man muss schon sehr schnell sein um sie noch vor dem Abflug zu erwischen.

Manchmal findet man auch andere Arten von Insekten, die teilweise ziemlich skurril aussehen. Ich weiß nicht wie sie heißen, und vorgestellt haben sie sich auch nicht.



Vom Waldrand aus konnte ich eine besondere Art von Vogel sehen. Er war ziemlich weit weg, und ich musste durch ziemlich vieles hindurch fotografieren. Was für eine Art Vogel das wohl gewesen ist?

Samstag, 25. Mai 2013

Spam-Probleme und schönes Wetter


Jetzt ist es leider auch bei mir soweit. Ich habe keine Lust mehr täglich diverse Spam-Kommentare zu löschen. Deshalb habe ich auch die Sicherheitsabfrage eingeschaltet. Ich hoffe dass anständige Kommentierer davon nicht abgeschreckt werden. 

Wo immer jemand sich Mühe gibt und etwas "auf die Beine stellt" sind auch schnell die Nutznießer und die Zer- störer da. Hier im Internet genau wie auch im realen Leben. Manchmal scheint es sinnlos weiter zu machen und es gehört schon einiges dazu nicht den Mut zu verlieren und den Weg weiter zu gehen. 

Die Natur wird auch in vielfältiger Weise von negativen Elementen beeinträchtigt. Aber sie hat auch ganz beson- dere Kräfte und setzt sich heftig zur Wehr. Deshalb ist es wahrscheinlich auch eine gute Medizin gegen Mutlo- sigkeit sich in die Natur zu begeben und nach ihren Wundern zu suchen.





Mittwoch, 22. Mai 2013

Hans macht HDR (für Faulpelze)


Heute habe ich mir beim Einkaufen mal wieder Computerzeitschriften angeschaut. Meistens bleibt es beim An- schauen, da ich nichts finde was mich wirklich interessiert. Aber heute habe ich mir mal die Computer Bild (12/13) mitgenommen. Da hat mich nämlich ein HDR-Programm interessiert, das auf der beigelegten CD enthalten war.

So ein HDR-Programm ist ja eigentlich dazu da um eine Schwäche der Digitalkameras auszubügeln. Jeder kennt ja wohl z. B. Landschaftsbilder bei denen entweder die Landschaft gut belichtet, aber der schöne blaue Himmel nur noch weiß ist, oder der Himmel schön blau ist und die Landschaft aussieht als wäre es da schon Nacht.

Um ein ziemlich authentisches Bild hin zu bekommen fotografiert man zwei, oder sogar noch mehr Bilder in de- nen jeweils nur bestimmte Bereiche gut belichtet sind und fügt sie mit einem HDR-Programm zusammen. Und schon hat man ein Bild bei dem z. B. die Landschaft gut belichtet ist, und auch der blaue Himmel mit den weißen Wölkchen gut aussieht.

Gute Kameras bieten oft die Möglichkeit eine Belichtungsreihe zu fotografieren. Das sind meistens drei Bilder mit verschiedener Belichtung (normal - heller - dunkler) die man dann im HDR-Programm zu einem richtig schönem zusammensetzen kann. Man kann so etwas auch in normalen Grafikprogrammen, wie z. B. dem Photoshop ma- chen, aber das ist schon mehr etwas für Profis oder engagierte Amateure. Da nimmt einem das HDR-Programm schon eine Menge Arbeit ab.

Für das Fotografieren der Belichtungsreihe sollte man am besten ein Stativ verwenden, die Bilder müssen ja genau übereinander passen. Allerdings haben die aktuellen HDR-Programme auch eine Ausrichtfunktion, falls es mal nicht genau übereinander passt. Wie z. B. bei Aus-der-Hand-Aufnahmen. Wie gut das funktioniert habe ich aller- dings noch nicht ausprobiert.

Wer nun allerdings mit seiner Kamera keine Belichtungsreihen herstellen kann, oder, wie ich, gerade keine zur Hand hat, muss nicht verzweifeln! Das Programm kann nämlich auch aus einer einzigen Aufnahme ein HDR-Bild erzeugen, ein sogenanntes Pseudo-HDR. Dabei wird die Belichtungsreihe erstellt indem verschiedene Teile des Bildes die zu hell oder zu dunkel sind optimiert werden und daraus dann das HDR-Bild erstellt wird.

Und da ich, wie schon erwähnt, gerade keine Belichtungsreihe zur Hand habe, habe ich eben diese Pseudo-HDR-Funktion ausprobiert (HDR aus einem Bild...).

So wirklich schlecht ist das folgende Beispielbild ja nicht, allerdings ist der grüne Bereich doch etwas dunkler als er in Wirklichkeit war.


Als Pseudo-HDR sieht es so aus, und das kommt der tatsächlichen Lichtsituation schon viel näher:


Jetzt sieht man doch was es für ein schöner Tag war als ich da spazieren gegangen bin! Und das hat das Pro- gramm vollautomatisch gemacht. Man kann natürlich noch einiges einstellen wenn man will, aber ich wollte nicht (siehe Überschrift! ;-) ). Außerdem gefällt mir das Ergebnis wirklich gut!

Das war also schon mal nicht schlecht, aber man hat ja auch schon mal Bilder gesehen die sich auch HDR nen- nen, die allerdings zwar sehr gut aussehen, aber doch ziemlich großzügig mit der Realität umgehen. Wer so et- was möchte wird vom Programm auch nicht im Stich gelassen. Wenn man das gewünschte Bild (oder die Belich- tungsreihe) geladen hat findet man auf der linken Seite genau 23 Variationen des Bildes als kleines Vorschaubild. Einmal drauf geklickt und schon baut es sich im Vorschaufenster auf.

So richtig was für Spielkin... ...äääh... ...ich meine natürlich Experimentierfreudige! So wie mich zum Beispiel:


Das obige Bild von der Holzwickeder Carolinenbrücke sieht so doch so auch sehr schön aus:


Ein Einblick in den Wald, links original rechts eine der Variationen des HDR-Programms:


Ein schönes Haus in Holzwickede...


...per HDR noch ein bisschen mehr verschönert:


Das Kirchenportal der katholischen Kirche von Holzwickede gewinnt auch einiges an Farbe per Pseudo-HDR:


Zum Schluss noch ein Blick auf eine Neubau-Siedlung auf der Nordseite von Holzwickede:


Normal sieht sie ja etwas nüchtern aus, aber als Pseudo-HDR doch recht malerisch:


Wie geschrieben, das sind alles Variationen die das Programm selbst erzeugt hat. Wer also ohne große Mühe be- eindruckende HDR- oder eben Pseudo-HDR-Aufnahmen erzeugen möchte muss sich dazu nur die oben angegebe- ne Computer-Zeitschrift besorgen und das Programm installieren. Natürlich muss man sich dazu registrieren, aber ich habe schon mehrere Programme bei der selben Firma registriert ohne großartig genervt zu werden.