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Donnerstag, 27. Februar 2014

Wo die Sonne ist, ist das Motiv...


...so hat es jedenfalls ein Profi-Fotograf in einem seiner Bücher geschrieben. Ich finde das er da gar nicht so unrecht hat. Von meinem Spaziergang wäre ich jedenfalls ohne Fotos nach Hause zurück gekehrt, wenn ich nicht immer wieder Stellen gefunden hätte die von der schräg stehenden Sonne in ein fast mythisches Licht getaucht wurden.

Zum Beispiel ein alter Steinbruch. Mir taten schon vom Laufen die Beine weh, trotzdem bin ich einen steilen Hang hinaufgeklettert um für dieses Bild in die richtige Schussposition zu kommen.


Sogar ein paar "einfache" Bäume werden durch die Zugabe von Sonnenlicht zu echten Hinguckern. 





Wird es denn nun wirklich Frühling? Oder schlägt irgendwann doch noch der Winter zu? Schneeglöckchen sind jedenfalls schon lange da. Krokusse auch, davon ist mir allerdings noch kein gutes Bild gelungen.


An unserer Hecke wagt sich auch das erste grün ans Licht. Die Natur scheint sich sicher zu sein dass der Winter sich nicht mehr sehen lässt.


Dienstag, 4. Februar 2014

Ein neues Leben


Ein großer Titel für einen kleinen Beitrag. Aber wenn es nun mal so ist darf man es ja sicher auch so schreiben. Ich hatte in meinem letzten Beitrag davon berichtet das bei mir ein prägnanter B12-Mangel festgestellt wurde. Behoben werden soll er durch, zunächst einmal, fünf Spritzen. Heute Nachmittag bekomme ich die dritte davon.

Zwei habe ich also schon erhalten. Und... ...ja... ...wie soll ich es nur beschreiben? Ich platze fast vor Energie und Kraft, ich kann nicht mehr lange auf der Couch sitzen, in mir ist ein Bewegungsdrang der mich an die Arbeit oder zu einem Marsch durch den Wald zwingt. Alles ist anders, ich fühle mich wie aus einem Dornröschenschlaf erwacht, sehe die Welt mit ganz anderen Augen, nehme alles viel intensiver wahr, das Essen schmeckt mir unvergleichlich besser als vorher, mein Kopf arbeitet besser usw., usw.!

Ich breche nach der Arbeit nicht mehr auf der Couch zusammen, sondern esse gemütlich mein Mittagessen und gehe dann frisch und ausgeruht an die Arbeit, auf Einkaufstour oder was sonst so anfällt. Auf der Arbeit bin ich wieder der Leader der alle Fäden in der Hand hat und löse Probleme "am laufenden Band"! Ich kann auch wieder lange und aus- dauernd reden, sehr zur Verwunderung meiner Kollegen, die sich schon an meine Einsilbigkeit gewöhnt hatten.

Also wie ich schon im Titel schrieb: ein neues Leben! 

Am Sonntag hat es mich in den Wald getrieben. Eine Kamera hatte ich natürlich auch mit, viel fotografiert habe ich aber nicht. Ich war so begeistert von meiner neuen Kraft und Energie das ich wie aufgedreht durch den Wald "galoppiert" bin, einen Berg nach dem anderen hinauf gespurtet, und so meinen 3-Stunden Spaziergang in weniger als der Hälfte der Zeit absolviert habe. 

Ein wenig fotografiert habe ich dann doch, wobei ich aus vollem Lauf stehen bleiben und trotzdem die Kamera total ruhig halten konnte. Kein bisschen Gewackel wegen Atemnot oder Erschöpfung!

Viele lohnende Motive gab es nicht, die Landschaft ist ja noch reichlich kahl. Und so habe ich mich auf einige Licht- situationen beschränkt. Wenn die Sonne tief steht und seitlich in die Landschaft leuchtet sieht auf einmal etwas ganz banales wunderschön aus.


Leider kann man mit so einem Bild die Realität nur annähernd wieder geben. Wer sie selbst einmal genießen möchte, sollte sich selbst mal spät nachmittags an einem sonnigen Tag in die Natur begeben.


Als ich zu Hause ankam war ich nicht erschöpft, sondern fühlte mich frisch und fit und hätte gleich wieder los laufen können.

Also alles ganz toll. Was mich ein wenig traurig macht ist die Tatsache dass ich zurück blickend erkennen muss das ich dieses Problem wohl schon sehr lange hatte. Es war wirklich schon sehr lange so, dass ich mich müde, erschöpft und wenig leistungsfähig fühlte. Ich war auch oft krank ohne dass man genau hätte sagen können was ich habe. Das wurde dann auf den Kreislauf geschoben, evtl. einem Virus oder ähnlichem.

Wie hätte mein Leben verlaufen können wenn das Problem schon viel früher erkannt worden wäre?

Montag, 22. Juli 2013

Schwagers Garten nochmal....


Heute waren wir noch mal bei Schwager und Schwägerin zu Besuch! Diese Mal hatte ich eine andere Kamera mit, nämlich meine Fuji S8100. Meine Samsung S85 macht auch sehr schöne Bilder, nur hat sie keinen Sucher. Und wenn die Sonne so richtig vom Himmel strahlt kann man auf dem Display nur wenig bis gar nichts erkennen und muss beim Fotografieren so ungefähr ins Blaue zielen.

Die Fuji hat einen elektronischen Sucher, das heißt das das Displaybild im Sucher abgebildet wird. Im Prinzip also kein richtiger optischer Sucher, aber wenn man da hinein schaut sieht man wesentlich mehr, auch bei strahlendem Sonnenschein. So konnte ich mich also wesentlich besser auf den Bildaufbau, die Belichtung, Fokussierung usw. konzentrieren.

Mein Schwager hat als optischen Blickfang zwei Sonnenscheiben im Garten. Ich kannte so etwas vorher gar nicht, habe aber nun gelesen dass sie auch Sonnenfänger heißen und auch bei trübem Wetter und im Dunkeln leuchten. Leider hatte ich bisher noch nicht die Gelegenheit das nachzuprüfen. Sicher auch ein sehr schöner Anblick und ein schönes Motiv, das aber wahrscheinlich nicht so einfach zu fotografieren ist. Dazu wäre sicher ein Stativ erfor- derlich.



Wenn man im Garten steht sieht man zuerst mal nur eine bunte Vielfalt um sich herum. Es ist schwierig sich auf Einzelheiten zu konzentrieren, und deren Schönheit zu entdecken und zu genießen. Die Kamera ist ein hervor- ragendes Werkzeug um aus dieser bunten Vielfalt einzelne Schönheiten heraus zu picken um sie dann später am PC zu bewundern.



Eine Gruppenaufnahme pflanzlicher Schönheiten lenkt das Auge auf diese besondere Art. Schade nur das ich mich so schlecht auskenne und sie nicht beim Namen nennen kann.


So viel Schönheit muss natürlich noch einmal im Detail gezeigt werden.


Auch von den nun folgenden Blumenschönheiten fehlt mir leider der Name. Bedauerlich, aber zum Bewundern ist der Name ja nicht unbedingt erforderlich.


So viele Blumen locken natürlich auch Insekten an. Ich hätte gerne Schmetterlinge fotografiert, aber die waren mir heute zu flatterhaft. Bevor ich die Kamera scharf gestellt hatte waren sie schon wieder weg. Andere Honig-Samm- ler ließen sich aber in keinster Weise von einem Hobby-Paparazzi stören.


Auch in der Insektenwelt haben die Kleinen es nicht leicht. Die Großen suchen sich die besten Plätze aus und machen den Kleinen klar dass sie hier nichts zu suchen haben.


Die Blumen die ich jetzt noch zeigen möchte habe ich schon mal gezeigt. Heute lagen sie aber in einem besonde- ren Licht- und Schattenspiel, deshalb war mir das noch mal eine Aufnahme wert.


Mitten im Busch versteckte sich eine einzelne Blüte. Verstecken gilt nicht dachte ich mir, und holte sie fotogra- fisch ans Licht.


Ja, das war es jetzt aber erst mal  an Bildern. Es war ein schöner Tag, aber sehr heiß. Auf der Arbeit muss ich oft in der Nähe von Öfen arbeiten die mit bis zu 1000 °C Material aufheizen. Genau so kam es mir vor als ich da im Garten in der Sonne stand. Wir mussten im Ort noch etwas besorgen, und da es nicht weit war gingen wir zu Fuß. Dabei nutzen wir aber jeden Schatten aus der sich bot, wechselten dazu auch sie Straßenseite, denn in der Sonne war es echt unerträglich.

Dazu kam noch meine momentan schlechte Verfassung, als wir auf dem Rückweg waren wurden mir schon die Knie weich und ich merkte wie mir immer "schwummeriger" wurde. Den Rest des Tages haben wir dann im Schatten verbracht. Schade das unser Wetter immer so extrem ist. Oft ist es mies, und wenn es mal schön ist, ist es gleich so schön dass man es kaum ertragen kann.

Dienstag, 20. November 2012

Herbstliches Holzwickede


Im vorigem Beitrag habe ich Bilder der Carolinen-Brücke in Holzwickede gezeigt. Auf dem Weg dahin konnte ich natürlich an so manchem Motiv nicht vorbeigehen. Der Herbst ist ein begnadeter Künstler, und seine Kunstwerke von vollendeter Schönheit. So wie dieser Baum den ich in einem Vorgarten entdeckte.


Im Frühling oder Sommer bin ich auf meinen Spaziergängen auch hier vorbei gekommen, aber ich wüsste nicht dass mir dieser Baum besonders aufgefallen wäre.

Man kommt nur sehr schwer voran, denn alle paar Meter bleibt man stecken weil man wieder ein tolles Motiv entdeckt hat. Auch wenn es nur herumliegendes Laub ist.


Ein Vogelhäuschen in einem Baum ist ja nicht gerade ein beeindruckendes Motiv. Aber wenn die tief stehende Sonne den Baum in Licht badet kann man schon mal einen Druck auf den Auslöser riskieren.


Irgendwann hat man dann endlich den oberen Teil des Stadtparks erreicht. Das er renaturiert wurde  habe ich ja schon mal geschrieben. Eigentlich ist es etwas schwer lohnende Motive zu finden, denn im Grunde genommen ist er nun größtenteils einfach eine grüne Wildnis. Im Herbst allerdings sieht es da schon etwas anders aus.


Auf dem Weg zum anderen Teil des Stadtparks geht es an einem Baum vorbei der sich einen Knoten in den Stamm gewachsen hat.


Der andere Teil des Stadtparks präsentiert sich aufgeräumter. Auch hier hat der Herbst zugeschlagen und fleißig seinen Pinsel geschwungen. 


Hier findet man auch die Enten, und wenn man ein wenig Geduld hat kann man schon mal ein besonderes Foto ergattern.


Während ich die Enten belauerte und das eine oder andere Foto schoss, schlenderte ein Pärchen vorbei das so wie ich den schönen Tag genoss. Die Frau hatte rote Stiefel an und trug eine rote Tasche. Das gefiel mir sehr gut, und so drehte ich mich zwischen zwei Entenfotos kurz zur Seite und schoss ihnen hinterher. 

Ich hoffe sie verzeihen es mir wenn sie per Zufall mal hier rein schauen sollten. Jedenfalls finde ich das sie dem Bild selbst in der Rückansicht eine besondere Note verleihen.


Holzwickede hat auch eine evangelische Kirche. Sie ist allerdings etwas schwer zu fotografieren da sie sich hinter Bäumen versteckt. Im Herbst klappt das etwas besser.


Zwar muss man sich den oberen Teil des Turms hinzu denken, aber in der modernen Fotografie sind Ausschnitt gerade in. Dadurch werden bestimmte Teile des Motivs betont. ;-)

Das sind natürlich längst nicht alle Bilder die ich von meinem Spaziergang mitgebracht habe, aber ehe ich diesen Beitrag ins unendlich ziehe sollte ich wohl lieber ein Album anlegen.

Montag, 8. Oktober 2012

Motivsuche mit der LED-Handlampe


Wenn ich etwas suche, und es partout nicht finden kann hilft mir oft ein Trick: Ich verdunkele den Raum und bege- be mich mit einer Taschenlampe auf die Suche. Meistens stelle ich dann fest, dass ich an dem was ich suche schon mehrmals vorbei geschaut habe. Ich habe es einfach aus der Vielfalt der Dinge vor meinen Augen nicht he- raus filtern können. Dadurch das ich mein Sichtfeld auf den Lichtkreis der Taschenlampe beschränke, werde ich durch Dinge die sich außerhalb des Kreises befinden, nicht mehr abgelenkt. Und schon sehe ich viel klarer.

Im Baumarkt entdeckte ich vor einiger Zeit eine LED-Handlampe mit 24 weißen LEDs. Allerdings kostete sie fast 6 Euro, und da ich leichte Probleme habe mich von meinem Geld zu trennen, nahm ich erst mal keine mit. Aber ir- gendwie ging sie mir nicht aus dem Kopf. Und als meine Frau mal wieder los fuhr um sich mit einer Freundin im Cafe, das sich im Eingangsbereich des Baumarkts befindet, zu treffen, bat ich sie mir die Lampe mit zu bringen. Und das machte sie dann auch.

Das ich diese Lampe gerne haben wollte hatte natürlich einen Grund. Wer mich kennt wird es sicher ahnen: Einen fotografischen! Ich wollte nämlich meinen Taschenlampentrick für die Motivsuche verwenden. Ich hatte nicht gleich Zeit, aber heute Abend war es soweit. Ich wartete bis es dunkel war, und zog dann mit Handlampe und Taschen- lampe los. Ob sich die Motivsuche gelohnt hat liegt natürlich im Auge des Betrachters.







Wer es mal selber ausprobieren möchte, sollte folgendes beachten:
 
Ich habe es (noch) nicht ausprobiert, aber ich bin davon überzeugt dass solche Bilder im Automatik-Modus nicht gelingen werden. Die Kamera versucht ja alle Bilder gleichmäßig hell zu machen, sie wird also versuchen die dunklen Bereiche aufzuhellen, wodurch dann die hellen Teile überstrahlen und an Zeichnung verlieren.
 
Man sollte aber zumindest den P-Modus verwenden. Wer sich gut auskennt, und so etwas an seiner Kamera hat, darf es natürlich gerne im Av- oder M-Modus versuchen! Aber da nicht jede Kamera so etwas hat bleibe ich mal beim P-Modus.
 
Der P-Modus ist ein Automatik-Modus in dem man einige Möglichkeiten zum Eingreifen hat. Zum Beispiel kann man einstellen wie die Kamera die Belichtung misst. Normalerweise ist, wie in der Automatik, der Mehrfeldmodus eingestellt. Das ganze Bild wird bei der Messung berücksichtigt, und wie schon beschrieben möglichst ausgeglichen belichtet. Mit der Spot- oder Selektivmessung, je nachdem was die Kamera hat und was am besten klappt, wird erreicht dass nur der Teil des Bildes gemessen wird der im Lichtkreis der LED-Lampe liegt, der Rest bleibt dunkel.
 
Falls der Teil im Lichtkreis zu hell oder zu dunkel wird, kann man das ausgleichen indem man bei der Belich- tungskorrektur einen Minus- (wenn zu hell) oder Plus-Wert (wenn zu dunkel) einstellt.
 
Letztendlich kann man das Bild natürlich noch in der Bildbearbeitung aufwerten, aber das zu beschreiben würde hier zu weit führen.

Freitag, 5. Oktober 2012

Lichtzauber


Man sagt mir nach dass ich eher ohne Hose als ohne Kamera aus dem Haus gehen würde. Stimmt nicht! Ohne Hose geht gar nicht, denn am Gürtel hängt doch immer die Kamera!

Und das ist auch gut so, denn wenn mich, so wie gestern, eine ganz besondere Lichtstimmung überrascht kann ich sie gleich einfangen. Ich stand vor einem Laden und wartete auf meine Frau, die sich im inneren umsah. Nor- malerweise begleite ich sie natürlich dabei, aber ich hatte mal wieder heftige Magenkrämpfe, und so blieb ich lieber draußen und ging vor dem Laden auf und ab.

Plötzlich verschoben sich die Wolken, die tief stehende Sonne schaute hervor und tauchte die Welt in ein faszi- nierendes Licht. Natürlich können die Fotos die Wirklichkeit nicht annähernd so gut darstellen wie ich es gerne hätte. Aber vielleicht bekommt man ja eine leichte Ahnung davon.




Wunderschön war es. Was mich wunderte war, dass offenbar nur ich so empfand. Alle anderen Menschen um mich herum gingen einfach weiter ihren Geschäften nach und sahen gar nicht hin. Einige schauten verwundert, irritiert oder misstrauisch auf den Mann der da in der Gegend herum fotografierte. Das war es auch schon. Sind meine Mitmenschen denn schon so abgestumpft? Oder habe ich mir durch meinen ständigen Umgang mit der Fotografie einen besonderen Blick erworben?